UdL Digital Talk mit Dr. Karsten Wildberger und Fränzi Kühne: Digitalisierung – einfach machen!

Shownotes

Ein Jahr Digitalministerium, wie viel ist passiert und kann man schon bilanzieren? Sind wir auf dem richtigen Weg zur digitalen Souveränität? Alle reden vom digitalen Mindset, aber wie steht es da drum? Wie kommen wir in Deutschland endlich zum Machen? Über diese Themen wollen wir unter dem Titel „Deutschlands Digitalisierung: Warum nicht einfach machen?“ live und vor Ort mit Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, und Fränzi Kühne, Unternehmerin, Aufsichtsrätin & Bestseller-Autorin, ins Gespräch kommen.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Hallo

00:00:05: und

00:00:05: herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Basecamp auf die Ohren.

00:00:09: Digitales und Politik,

00:00:12: authentisch inspirierend

00:00:14: mit Herz von uns für Sie und diesmal eine ganz besondere Folge!

00:00:19: Diese Folge haben wir nämlich

00:00:20: live am sechzehnten April

00:00:24: im Basecamp

00:00:25: der Plattform zum digitalen Vordenken

00:00:28: in Berlin

00:00:29: aufgenommen.

00:00:31: Computer und Deutschland, Digitalisierung in Deutschland.

00:00:34: das ist doch eigentlich eine Liebesgeschichte.

00:00:36: Ich meine waren wir nicht mal so richtig heiß.

00:00:38: damals mit Konrad Zuse ging es los.

00:00:40: Wir waren ganz weit vorne Und dann irgendwie ja irgendwie.

00:00:44: Es gab sogar einen Pop-Hit der hieß Computer sind Dorf.

00:00:47: Irgendwie haben wir es ein bisschen verloren.

00:00:49: Wir redeten über Digitalisierung.

00:00:51: vielleicht ist das das Problem?

00:00:53: Wir reden!

00:00:54: Und wir fragen uns wie können wir nicht einfach ins Machen kommen?

00:00:58: Ich begrüße recht herzlich den Bundes-Digitalminister Carsten Wittberger.

00:01:11: Die Unternehmerin, Digitalexpertin, Autorien, Bestsellerautorinnen... ich weiß nicht was ihr alles nicht gemacht habt!

00:01:17: Franzi Kühne!

00:01:26: Herr Wittberger, Deutschland steht ja vor einer der größten Transformationen aller Zeiten, würde ich fast sagen.

00:01:30: Schaffen wir es noch rechtzeitig?

00:01:34: Ich bin überzeugt davon dass wir das schaffen.

00:01:35: Das liegt natürlich auch an uns.

00:01:39: Wir haben verdammt viel aufzuholen, aber gleichzeitig muss man auch mal sagen Deutschland kann auch sehr viel.

00:01:44: Wir sind unglaublich stark... wir können schon Digitalisierung, wir können unheimlich viel Innovationen, wir haben tolle Unternehmen.

00:01:51: nicht genügend Start-ups, nicht genügen davon.

00:01:54: uns fehlt so ein bisschen vor allem die Fähigkeit sowas zu skalieren das heißt großzummen und daran scheitert es.

00:02:01: und wenn's um die Verwaltungsdigitalisierung geht dann fehlt uns de facto der Umsetzungsmuskel.

00:02:08: Ja, der Umsetzung muss so... Also wenn ich zum Beispiel... Ich gebe mal ein Beispiel.

00:02:11: Wenn ich jetzt heute oder morgen entscheide dass wir etwas an den Grenzen tun dann passiert morgen etwas.

00:02:18: Dann passieren wir in den Grenzern etwas.

00:02:19: da haben wir die Infrastruktur das doch Beamte sind die dann die Grenze zB sagen ja?

00:02:24: Wenn Sie jetzt sagen wir machen den Gesetzen wollen digitalisieren dann machen wir das Gesetz.

00:02:28: Passiert aber erstmal nichts.

00:02:29: Dann sagen wie machen wir es denn jetzt?

00:02:31: Es gibt sozusagen keinen Umsetzungsinfrastruktur wie das geht vom Bund her Sehr komplexe Prozesse mit Ländern, Kommunen.

00:02:40: Aber es ist de facto, fehlt da diese Übersetzung?

00:02:44: Und das machen wir jetzt ein bisschen anders und wir haben Großprojekte und dabei bauen wir auch diesen Muskel

00:02:48: auf.

00:02:49: Frau Kühne Sie sind Unternehmerinnen sie haben viel gemacht.

00:02:52: wenn sie das Tempo sehen mit denen Dinge passieren müssen die da manchmal schreien.

00:02:58: Ich habe jetzt vier Jahre lang bei Edding typischer Mittelständler gearbeitet, zehn Jahre arbeiten im Widerstand.

00:03:05: Im Widerstand haben Sie gearbeitet?

00:03:07: Absolut!

00:03:08: Ich war CDO bei Edning

00:03:11: verantwortlich

00:03:12: für Digitalisierung und Transformation und das hat schon ganz schön viel mit Widerstanden zu tun gegen Veränderungen und Digitalisierung überhaupt und deswegen ist schon wahnsinnig schwierig.

00:03:28: Ich komme aus der Agenturwelt, habe meine Agentur gegründet.

00:03:31: Wir haben jedes Jahr eine kleine Transformation gemacht, alle vier Jahre eine große Transformation und dieses Tempo war ich halt gewöhnt.

00:03:38: Und dann komme ich zu Eddingen und denke mir was ist hier los?

00:03:42: Warum ist das alles so behebig?

00:03:44: Und warum wird daran festgehalten an dem Alten wo es ja offensichtlich ist dass es nicht mehr funktionieren kann?

00:03:52: Da hab' ich in meinen Kissen geschrieben!

00:03:55: Dann

00:03:56: ist ja Edding eine Firma, die einen Weltmarkt führt.

00:03:58: Eine riesen Firma, der ja super erfolge kann.

00:04:00: Also ich meine können wir in Deutschland alles außer schnell?

00:04:06: Ja es gibt schon Unternehmen, die es schnell sind aber es ist uns schon die Schnelligkeit ab angekommen.

00:04:13: Wir haben auch ein Umfeld geschaffen von den Regelwerken und auch von der Mentalität.

00:04:17: Die Regeln, die wir haben ist auch ein Abbild ein Stück weit der Kultur, die sie haben.

00:04:21: Da müssen wir massiv aufholen weil die Welt um uns herum auch Technologie entwickelt sich rasant.

00:04:26: Aber ich bin trotzdem überzeugt davon, dass das geht.

00:04:30: Es gehen auch einige Dinge voran, die gehen nicht mir schnell genug.

00:04:33: Ich schrei auch manchmal...

00:04:35: Wie klingt das?

00:04:39: Nicht gut!

00:04:40: Deshalb mach' ich das, weil man mich alleine bin'.

00:04:43: Aber nach so einem Schreier hole ich mich schnell und dann geht's nach vorne.

00:04:48: Sie hatten Widerstand in der Firma ... Also was können Sie dem Herrn Wildberger raten, wenn sie beide den Nachts ins Kissen schreien?

00:04:58: Wie kann er die Widerstände überwinden damit wir mehr nach vorderkommen.

00:05:02: Ja das muss ja erstmal bei einem Selbstanfang.

00:05:04: also man muss glaube ich unglaublich resilient sein in so einer Position, wenn es um etwas Neues geht, wenn's um Veränderung geht und dann geht es halt darum, Menschen versuchen mitzunehmen in dem was man vor hat.

00:05:19: Wie?

00:05:20: Du brauchst eine ganz klare Vision.

00:05:21: also ne ganz kläre Vision wo will das Unternehmen hin?

00:05:24: Was ist eigentlich hier der Auftrag?

00:05:26: und dann musst du in der Lage sein dass zu übersetzen für jeden und jede einzelnen Unternehmen und damit den klar ist.

00:05:33: warum streng ich mich hier so an?

00:05:34: und wenn ich jetzt auf Herrn Wildberger gucke denke mir okay Digitale Visionen in Deutschland, hat sich der Kanzler schon mal hingestellt und gesagt so sieht Deutschland in zehn Jahren im Digitalbereich aus.

00:05:47: Ich habe es vielleicht verpasst, aber das ist genau das was ja so in Deutschland fehlt.

00:05:52: Also die digitale Vision wo geht's eigentlich hin?

00:05:54: Dass wir ein Digitalministerium haben ist total super!

00:05:57: Ist ein Anfang und ist ja vergleichbar mit der CDO-Roll im Unternehmen Aber ich hab noch kein Unternehmen gesehen, wo ein CDO war Und dann das Unternehmen auf einmal digital geworden ist.

00:06:06: Das heißt es muss von oben kommen und das ist so.

00:06:11: Starthilfe auf jeden Fall, aber überhaupt nicht das Ende.

00:06:14: Wir reichen die Frage immer weiter.

00:06:16: Wie war das denn so, als der Friedrich Merz bei Ihnen angerufen hat?

00:06:18: Hat er gesagt... Ich habe deine Vision!

00:06:22: Hast du

00:06:22: Bock?!

00:06:22: War es so ähnlich?

00:06:25: und wie war die Vision?

00:06:27: Das Telefon hat geklingelt und danach muss ich mich erst mal hinsetzen.

00:06:32: Was hat er gesagt?

00:06:33: Wir sprechen morgen wieder.

00:06:36: Hatten Sie Angst vom neuen Job?

00:06:41: Nee, Angst nicht.

00:06:42: was mich... Angst treibt mich nicht an.

00:06:45: Was war

00:06:46: es?

00:06:48: Man ist ja kein normaler Anruf, da bewirbt man sich jetzt auch nicht drauf.

00:06:52: Das ist erst mal eine große Ehre.

00:06:54: und natürlich denkt man meine Herren das kannst du das?

00:06:58: ich konnte mir nicht vorstellen.

00:07:00: ein Bild in ein paar Jahren wenn ich nein gesagt hätte mir einen Spiegel zu gucken sage ich habe gekniffen in dieser Zeit so sondern hab' ich's gemacht.

00:07:07: dann gibst du nach vorne.

00:07:08: Ich habe schon paar andere Sachen gemacht nicht in dieser Größenordnung.

00:07:12: Da hatten auch andere gefragt, warum ich das mache.

00:07:14: Aber das ist jetzt hier natürlich eine ganz andere Aufgabe.

00:07:16: Das sind sehr erntvolle Aufgaben!

00:07:17: Aber wie war die Vision, die Ihnen der Herr Merz gesagt hat?

00:07:20: Ja genau, das wollte ich fragen.

00:07:21: Nehme sich Zeit wir haben nur Freunde hier.

00:07:25: Also es ist natürlich schon so dass unser Bundeskanzler schon auch Technologie versteht und weiß wo es um Erneuerungen geht und wir waren uns schon einig welche Bedeutung die neuen Technologienkünste Intelligenz für die Erneuerung des Landes haben kann.

00:07:40: Das klingt jetzt alles ein bisschen abstrakt, ich kann für meinen Bereich sicherlich ungefähr das Zielbild was sich so in den nächsten vier fünf Jahren sehr skizzieren.

00:07:51: und danach arbeite ich wie viel Zeit haben wir?

00:07:53: Haben Sie auch etwas zu trinken?

00:07:56: Wir sind schon

00:07:57: online, wir sind digital, ich gebe Ihnen zwanzig Sekunden!

00:07:59: Wie war die Version?

00:08:03: Es sind zwei Felder die aber zusammen gehören.

00:08:05: Wir reden über Verwaltungsdigitalisierung.

00:08:07: Ich verstehe, wie frustrierend das auch alles ist mit dem Papier.

00:08:10: Aber stellen wir uns mal vor... ...wir arbeiten auf einer einheitlichen Infrastruktur in Deutschland.

00:08:14: Das wird noch ein bisschen technisch und auf dieser Infrastruktur bauen wir digitale Services nicht nur vom Anfang wo ich den Antrag stelle sondern auch im Back-End im Maschinenraum wo Genehmigungsverfahren die total viel Zeit kosten auch stärker automatisiert werden.

00:08:31: Daran arbeiten wir.

00:08:31: Stellen Sie sich vor, dieses System ist offen.

00:08:34: da können Hunderte, Tausende Unternehmen mitarbeiten.

00:08:37: Sich reinklinken!

00:08:38: Wir haben eine Infrastruktur, die nennen wir heute Sperrig-Deutschland-Stack und das ist ein Leistungsversprechen.

00:08:44: Wenn Sie da drauf kommen, haben sie Geschäftsmodell was in elf tausend Kommunen skaliert?

00:08:48: Das ist doch geil

00:08:52: Meine Damen und Herren.

00:08:53: dem Minister sagt Geil

00:08:56: Ich finde es gut.

00:08:59: Nee ich find ja gut wenn Minister auch Deutsch reden.

00:09:01: Ich freu mich ja nur darüber.

00:09:02: Aber Frenzi Ihre Meinung finden Sie es auch geil?

00:09:07: Na ja, war jetzt halt ganz schön abstrakt irgendwie.

00:09:12: Worauf ich hier hinaus wollte ist die große Vision, die wir für Deutschland brauchen weil so ein Digitalministerium im Silo gedacht ist.

00:09:19: wirklich in Anfang finde ich auch gut.

00:09:21: Ich finde es auch gut dass das Herr Wildberger macht aus der Wirtschaft mit Praxiserfahrung.

00:09:25: aber es braucht damit wirklich so diese Bewegung aufkommen kann, braucht es halt das Bild von oben und das fehlt total.

00:09:35: Also ich hätte gerne dass der Kanzler sich jedes Jahr mal hinstellt und sagt Deutschland in fünf Jahren sieht folgendermaßen aus wir gehen mit den Jobs die die Menschen verlieren durch KI so und so um... Das ist unsere Strategie.

00:09:46: genauso muss ich das ja auch als CEO im Unternehmen machen.

00:09:48: also was es braucht damit die Menschen da auch mitgehen können und damit es eben nicht so ein kleiner geschlossener Bereich braucht bleibt, der wenig Zugriff hat auf alle anderen.

00:10:02: Sie schnaufen so?

00:10:03: Warum nicht?

00:10:06: Weil ich Ihnen zum einen hundertprozent recht gebe und gleichzeitig bei einer Sache wir haben ja auch nach zwei Monaten für uns ein Zielbild entwickeln nach außen.

00:10:17: Wir hatten die Überlegung ist das Zielbild stärker in der Art wie wir arbeiten.

00:10:23: Das heißt wir haben noch kein Endprodukt warum?

00:10:27: Wir wissen ja wo wir heute stehen Und ich male jetzt ein visionäres Bild.

00:10:31: Wenn ich weiß, ich bin mir noch nicht sicher habe ich den Umsetzungsmuskel erst das erste mal ein Bild?

00:10:36: Danach muss ich liefern!

00:10:37: Ich kann nicht nur mit einer Vision arbeiten und das braucht Zeit.

00:10:41: und hab' ich die Glaubwürdigkeit.

00:10:43: Hab' ich überhaupt die Glaufwürdigkeiten Menschen hinter einem solchen Bild zu versammeln?

00:10:47: Das was sich gerade gesagt hat ja das klingt noch technisch abstrakt verstehe ich.

00:10:51: Das hat sich aber schon entwickelt.

00:10:56: entwickeln sie so ein Zielbild weiter, wenn Sie in einer Krise sind im Unternehmen.

00:10:59: Dann ist nicht immer der erste Moment das Zielbild hinterversammeln.

00:11:03: Da müssen wir wieder Mut machen, dass überhaupt was vorangeht und dann entwickelt die Mannschaft dieses Zielbild mit und dann wird das irgendwie auch greifbar.

00:11:12: In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns.

00:11:13: ich bin Teile und zwei Dinge unbedingt.

00:11:16: Wir brauchen dieses Zielbild viel mehr.

00:11:18: Dieses Land hat zu viel zu lange kein Zielbild gehabt.

00:11:21: Das was wir heute haben zumindest in unseren oder auch meinem Kopf.

00:11:26: Es ist aber noch nicht massentauglich, wir müssen auch den Nachweis erbringen

00:11:30: und

00:11:31: gleichzeitig muss ich das was ich jetzt gerade etwas sprächig formuliert habe greifbarer machen.

00:11:37: Aber dazu mussten wir auch liefern.

00:11:40: und ich sage mal so in den jetzt elf Monaten oder immer wie viele Wochen das sind hat sich bei mir schon in der Verwaltungsdigitalisierung auch im KI-Bereich, was auf dem Weg ist.

00:11:51: Die Überzeugung gefestigt, dass wir das hinkriegen können.

00:11:54: Wir müssen jetzt am Ball bleiben und das wird... Das nimmt an Fahrt auf!

00:11:57: Da wird ein Bild raus.

00:11:58: Und da muss noch besser werden.

00:11:59: also völliger Zuspruch ist so ein bisschen Timing.

00:12:03: Und machen wir das nicht vor wenn ihr hier anfangen soll.

00:12:05: die Welt ist wunderbar usw.

00:12:07: Wann sind wir wieder?

00:12:08: Der Shitstorn danach ist.

00:12:09: Was traucht er denn?

00:12:11: Er ist doch so.

00:12:12: Also wir müssen Wir müssen das auch liefern.

00:12:15: Es ist ja nicht nur so, wir wahlen eine Vision und dann passiert es von selber.

00:12:18: Das ist auch eine Führungsaufgabe.

00:12:20: in dem Spannungsfeld bewegen was also?

00:12:23: ich habe ihn jetzt gerade meine gedanklichen Probleme mitgeteilt.

00:12:26: Das is mein Auftrag.

00:12:27: alles andere ist noch mal Job.

00:12:28: bin ich Politiker?

00:12:29: Ja ich bin Politiker!

00:12:31: Ich bin aber kein Berufspolitiker.

00:12:32: Was ist meine Definition für Politiker ?

00:12:35: Ja

00:12:36: Meine Definition ist ich arbeite Für die Menschen im Land Ob die mich jetzt gewählt haben oder nicht, bin gar nicht gewählt.

00:12:47: Aber ich arbeite für die Menschen im Land.

00:12:50: Das ist mein Job.

00:12:51: Ich bin Politiker selbstverständlich.

00:12:52: Darauf habe ich einen Eid geschworen und nehme mich ernst aber ich bin kein Berufspolitiker, aber ich lerne normalerweise relativ schnell und vor allem das was ich lernen will.

00:13:13: Franzi Kühne, als Sie aufgehört haben bei Ellingen, haben sie gesagt, Sie wollen nicht ihr Leben lang Stifte verkaufen.

00:13:17: Sie wollen gerne mehr im Leben machen?

00:13:18: Sehe ich Sie auch noch in der Politik irgendwann?

00:13:20: Ich habe die Frage immer mit Nein beantwortet weil es mir einfach zu viele Thomasse und Christian sind.

00:13:28: Aber das Franzi wäre

00:13:29: eine Alternative?

00:13:29: Ja eben genau deswegen.

00:13:30: also ich will's nicht ausschließen.

00:13:34: Mal gucken, ich mache jetzt erstmal ein bisschen ruhiger.

00:13:40: Würden Sie denn arbeiten?

00:13:41: Also, wir waren ja mal das Land der Dichter und Denker.

00:13:42: Dann waren wir im Land der Ingenieure.

00:13:44: Und jetzt kommt es ein bisschen so rüber als wenn das Land die Bedenkenträger sind.

00:13:48: So haben wir einen Mindset-Problem.

00:13:50: Wäre das was für sie, wo sie anfangen würden und was tun wie damals bei Erdingen, weil sie im Widerstand waren?

00:13:56: Damals aus meinen Zeiten in dem Widerstand?

00:13:58: Ja natürlich ist es auch ein Mindset Problem.

00:14:00: also Wie schaut man auf Veränderungen?

00:14:03: Wie neugierig ist man?

00:14:04: Wie viel Spaß hat man Technologie auszupribuieren?

00:14:07: Das sehe ich jetzt in Deutschland.

00:14:09: klares Problem natürlich und das muss auch angefasst werden.

00:14:14: Wie könnte man da hätten die Idee, wie man das ansetzen könnte?

00:14:16: Dass wir so neugierig waren, wie früher die Bertha Bens, die einen Mann dann auf die Straße geschickt hat.

00:14:21: Fahr da mal Auto!

00:14:22: Ich glaube schon der richtige Ansatz sind so Leuchtturmprojekte, die sichtbar sein müssen, die geschaffen werden müssen wo Menschen damit in Berührung kommen.

00:14:30: jedenfalls haben wir es bei Erdingen gemacht.

00:14:32: Wir haben so Leuchtum Projekte geschaffen wo die Mitarbeitenden gemerkt haben ah das ist Digitalisierung.

00:14:38: wenn die Kühne davon redet.

00:14:40: So fühlt sich das an.

00:14:42: und auch Ängste abbauen, es geht ja auch ganz viel um Angst vor Digitalisierung, vor Veränderung und dass die Menschen erlebbar machen und dann eben mitnehmen und gut mitnehmen.

00:14:52: Das hat auch ganz viele Kommunikation zu tun.

00:14:54: also Kommunikations ist wieder Führung in so einem Unternehmen.

00:14:58: was du transformierst ist Führungen des A und O Und wenn das unterentwickelt ist, kannst Du mit Technologie... Also sonst wieviel Technologie drauf packen?

00:15:07: Es wird nicht funktionieren weil die Menschen das nicht akzeptieren werden, nicht verstehen werden.

00:15:12: Das heißt du musst an vielen Stellen gleichzeitig ran an die Kommunikation und an die interne Kommunikations muss die Menschen mitnehmen durch die internae Kommunikion und gleichzeitig natürlich die Technologie aufbauen.

00:15:25: Und in den meisten Mittelständlern in Deutschland haben wir halt eine Technologie aus den Achtzigern, vielleicht sogar neunzigern.

00:15:31: So war das jedenfalls bei Eddingen.

00:15:32: Wir haben ein Jahr gebraucht um das alte Internet aus dem Neunzigeren abzulösen in der Microsoft zur Umgebung und das war auch mit so viel Widerstand verbunden und so unglaublich lang.

00:15:44: genauso lange haben wir nicht ganz so lange, wir haben nur ein halbes Jahr darüber diskutiert ob wir die Fax-Technologie abschaffen.

00:15:50: Halbis Jahr, das ist jetzt noch mal... Aber nicht vor drei.

00:15:52: ...sächsen, zwanzig, zweinzig, fünfundzwanzig.

00:15:56: Also Ende zwanziger, als ich raus bin haben wir es dann geschafft dass wir keine Faxgeräte mehr benutzen.

00:16:02: aber dieser Widerstand immer wieder zu sagen ja aber unsere Kunden nutzen das und das sind die Formen wie wird mit dem Händler kommunizieren?

00:16:12: nein ist es nicht schaltet einfach ab und geht in die neue Zeit.

00:16:15: aber das sind halt so.

00:16:16: die Diskussion und da freu ich mich.

00:16:19: also wenn wir über ein Fax Gerät diskutieren Wir alle sprechen von KI und sagten dann ja, Franzi du bist CDU.

00:16:25: Was machen wir denn mit KI?

00:16:26: Ich habe jetzt im Spiegel den Leitartikel gelesen.

00:16:28: Wir müssen auch was mit KI machen.

00:16:30: Wenn du nicht die Infrastruktur dafür hast und auch nicht die Menschen, die das umsetzen können, dann wirst du echt verloren.

00:16:37: also du musst erstmal bei dem Basics anfangen und da priorisieren welche Basics setzt du um?

00:16:44: Sie sind ja auch Minister für Staatsmodernisierung.

00:16:46: Wie kriegen wir es denn hin, dass sozusagen der Verwaltungsapparat in die Moderne kommt?

00:16:50: In den Stand, zwanzig sechsundzwanzig?

00:16:53: also wenn ich in meinen Bürgern gehe hier in Berlin, da bin ich mir nicht so sicher ob ich im Jahre zwanzzig sechsund zwanzich bin.

00:16:58: Es läuft gut!

00:16:58: Ich muss nicht lange warten ist das toll?

00:17:00: aber zwanzIG-sechsenzwanzIG könnte ja mehr sein.

00:17:03: und wo sehen sie da Folge?

00:17:04: Wir haben bei Genehmigungsverfahren.

00:17:07: Wir haben ein Summe Wenn Sie das mal aus Verwaltungssicht sehen zwanzigtausend verschiedene Genehmigungsverfahren in Deutschland.

00:17:15: Die müssen Sie dann natürlich, müssen sie den ordnen nach Häufigkeit, nach Komplexität und mit die komplexesten, die wir haben sind Infrastruktur-Genehmigung.

00:17:24: Sie wollen einen Stromnetz bauen oder eine Straße oder ein Wasserstoffnetz?

00:17:29: Und

00:17:29: wo helfen Sie jetzt?

00:17:30: Wo kommt die Moderne?

00:17:31: Es kommt da doch!

00:17:33: Ja gut ist zu lang, ne?

00:17:35: Aber so, Sie haben an so sieben Ordner Da muss eine Vollständigkeitsprüfung gemacht werden.

00:17:41: Sind denn alle Unterlagen da?

00:17:44: Sind alle Daten richtig, widersprechen die sich?

00:17:47: Dann gibt es nur Umweltverträglichkeitsprüfe und so ein Prozess kann man zerlegen in einzelne Teilschritte Und jeden dieser Teilsschritte kann eine Maschine übernehmen.

00:17:56: Da guckt dann Mensch danach drauf.

00:17:58: Das haben wir für Infrastrukturgenehmigung automatisiert.

00:18:00: das ist schon in der Nachnutzungenteil in Hamburg im Nordrhein-Westfalen.

00:18:04: Ich habe heute mit der Bundesnetzagentur gesprochen, die sagen wir wollen das ab Sommer für unsere Genehmigungsverfahren und Stromtrassen nutzen.

00:18:12: Das dauert teilweise Jahre!

00:18:15: Und wie lange dauert es wenn's dann... ...fünfundachtzig

00:18:17: Prozent Zeitreduktion aktuell.

00:18:20: Fünfundachzehnt pro... Muss keine Angst haben, guckt immer noch ein Mensch drauf.

00:18:24: Dafür sind wir sogar primiert worden.

00:18:26: Preisen ist nicht so wichtig heißt nur, wenn andere darauf gucken, sagen sie oh gar nicht so doof.

00:18:31: Find ich schlecht.

00:18:32: Und wann wird das in Gesamtdeutschland Standard sein?

00:18:34: Das wird jetzt in einer, ich nenne es diese Infrastruktur dieser Text-Deck, schwieriger Begriff auch nicht so richtig cooles Zielbild.

00:18:42: Okay?

00:18:43: Infrastruktur da kann es nachgenutzt werden.

00:18:46: Da können sich andere dann anschalten dass nach einigen Standards jetzt gebaut, da kann man sich sozusagen drauf setzen und wir bauen diesen mit Baukastensystem Diese Verfahren lassen mal zwanzig tausend.

00:18:58: nehmen uns die ersten hundert die automatisieren wir die kommen jetzt all darauf.

00:19:02: Und wie nehmen Sie Leute mit, die sagen ist ja gut Herr Minister.

00:19:06: Aber ich finde es ganz schön hier.

00:19:07: Ich mag mein Papier.

00:19:08: Wir nehmen sie nicht in Friede Freude Eierkuchen.

00:19:10: und jetzt haben Leute die sagen ne lasst mal kommen du bist hier im Berlin komm Du warst hier mal so ein CEO wir machen es hier nach alter Väter Sitte.

00:19:17: Wie nehmen Sie leute mit?

00:19:18: oder sind Sie da auch im Widerstand?

00:19:20: Nein erst einmal... ... ist ja ein freies Land und hat immer Leute die findet gut und finden nicht gut.

00:19:27: Das ist jetzt so.

00:19:29: aber erstmal muss das Produkt

00:19:30: gut sein.

00:19:31: Das heißt, wenn der Nutzer ihn sagt – selbst wenn er es ihnen nicht sagt aber nutzt und sagt ah, ist doch viel besser, kriege ich ja alles viel schneller hin.

00:19:38: Das findet schon Nachahmer.

00:19:41: Er gibt immer wieder von außen, sonst wird ja auch nichts publiziert

00:19:45: usw.,

00:19:46: da muss ja auch was Negatives sein.

00:19:47: Aber das Kopf zu nach vorne!

00:19:51: Es ist so, Sie haben immer so ne fünfzehn-zwanzig Prozent Menschen die das gut finden und mitmachen.

00:19:57: Und die anderen müssen natürlich auch gewinnen.

00:19:58: Und gleichzeitig sage ich auch ganz offen von der Kritik lernen sie auch immer was.

00:20:02: Das ist auch wichtig.

00:20:03: Das Produkt muss gut sein.

00:20:05: Darauf achten wir jetzt

00:20:06: schon anders.

00:20:09: Hat sich das überzeugt meine liebe Digitalexpertin?

00:20:11: Naja wenn ich das aus Unternehmern Sicht mir anschaue es ist natürlich genau so.

00:20:16: du hast im Unternehmen Immer Leute, die sagen, funktioniert nicht.

00:20:21: Haben wir schon mal ausprobiert und furchtbar laut sind also die Blockierer Und wenn du als Führungskraft den Fehler machst und dich darauf konzentrierst weil sie halt so laut sind dann hast Du verloren.

00:20:33: Also du musst immer rauf achten.

00:20:34: okay wo sind die leute die Bock drauf haben Die Fürsprecher und die halt begeistern und mehr werden lassen So dass du letztendlich bei einem Drittel bist Weil wenn du ein drittel hast kannst du richtig gut was bewegen.

00:20:44: aber da musste erst Mal im unternehmen hin kommen.

00:20:47: Es war für uns bei Erding relativ schwierig da ein Drittel zu finden an Leuten, die Lust haben auf Veränderung und als Führungskraft eben den Fokus draufzulegen.

00:20:58: Okay ich brauche diese Leute damit was in Gang kommt, damit du auch so Influencer innerhalb der Organisation für so Digitale Projekte findest!

00:21:07: Warum passiert dann hier trotzdem bei vielen Sachen in Sachen Digitalisierung so wenig, wenn man durch Silicon Valley rennt?

00:21:12: Sieht man unglaublich viele Deutsche die sagen ja also wie in Deutschland?

00:21:17: so ich weiß nicht.

00:21:18: Also ich will nur mal zwei Namen nehmen Tobi Lütke Schoppify okay der lebt jetzt in Kanada oder den Richard Socher der ein Sachse ist der diese KI Suchmaschine U erfunden hat.

00:21:26: Die sind aber da und nicht hier.

00:21:30: Wie kann man das zumindest ein bisschen drehen?

00:21:33: warum rennen alle zu viel Leute weg die was drauf haben.

00:21:36: Wie kriegen wir diesen Mut, neue Dinge zu machen in Sachen Digitalen hier nach Deutschland?

00:21:42: Ihre Idee?

00:21:44: Also auch der Befund ist ja absolut richtig.

00:21:46: Ich würde trotzdem mal sagen, wir haben mittlerweile über dreißig Unicorns in Deutschland.

00:21:49: Das kann man sagen okay ein paar davon, die werden auch woanders hingehen aber im Überdreiß-Unicorons.

00:21:54: das war vor einigen Jahren deutlich anders.

00:21:56: Wir haben dreißiger Prozent mehr Startups.

00:21:58: Die meinen zweite Jahreshälfte auch besonders stark gerade getrieben durch KI und Digitalisierung.

00:22:03: Das ist ein Startpunkt.

00:22:04: Trotzdem ist das systemische Problem, hat viel mit Finanzierung zu tun?

00:22:08: Lassen wir konkret nachfragen Sie Bürger App.

00:22:11: alle reden davon die Bürger App kommt.

00:22:13: sie haben sozusagen da losgelegt.

00:22:15: Sie haben SAP und Telekom beauftragt dabei so einen Prototypen zu machen Und dann prasselt es auf sie ein wie haben sich darüber gefreut?

00:22:25: Also erst mal vielen Dank für die Frage.

00:22:28: Sorry

00:22:29: Kann ich paar Dinge nochmal klarstellen.

00:22:30: Es ist ja nicht nur eine App.

00:22:32: Wir haben noch nichts, keine Ausschreibung beauftragt.

00:22:37: Sondern wir haben gesagt, wie kommen wir denn jetzt irgendwie durch die Tür?

00:22:41: Dass wir was Greifbares bauen, damit wir genau lernen und wissen, was wir dann hinterher nachhaltig machen.

00:22:47: Irgendwie Sinn.

00:22:48: Statt erst mal nur Meetings zu machen und sagen, ihr könnt ja so und so gehen.

00:22:52: Schreiben wir mal aus.

00:22:55: Wollen wir erstmal etwas bauen und dabei schon lernen und gucken, wie es weitergeht?

00:22:58: Und ich sage mal so in Deutschland unternehmen sie nicht... sagen wir erstmal technologisch auf dem Baum schlafen, sondern richtig was können?

00:23:06: Die auch skalieren können ist erst mal nicht verkehrt.

00:23:10: Jetzt aber eins wichtig!

00:23:11: Wir bauen das von Anfang an

00:23:14: offen.

00:23:16: Offen dass andere mitmachen können.

00:23:18: Kleingroß Mittel und wie wir dann richtig durch die Tür gehen, das würden wir dann entscheiden.

00:23:22: Aber was kann denn diese App?

00:23:23: Das sind ja eben so doofe App.

00:23:26: So einmal runterladen und so.

00:23:29: Nein, das ist... Wir leben am dezentralen System.

00:23:34: Beispiel, haben wir?

00:23:35: Ganz kurz.

00:23:36: Ja klar,

00:23:37: das ist spannend!

00:23:37: Die

00:23:38: wollen nach Berlin nach Castro-Brauxel umziehen.

00:23:43: Kann ja sein.

00:23:46: Dann... Aber

00:23:47: ich nicht.

00:23:50: Ich bin Berliner,

00:23:51: sorry, patriotischer Berliner.

00:23:53: Also sie wollen dahin ziehen und dann gehen Sie in die Anwendung allen Wohnermeldern umziehen, denn in dieser App ist so ein Crawler der geht nach Castro Brauxe also elektronisch Und sucht sich das Dokument und zieht sich das raus.

00:24:09: Das ist dann in der App!

00:24:11: In der App

00:24:12: können Sie das bearbeiten, machen sie nicht alleine.

00:24:14: Das machen Sie eine ziemlich intelligente Menüführung und vor allen Dingen wenn Sie wollen auch mit einem Assistenten, der sehr freundlich ist... ...mit Avatar oder nicht mit einer künstlichen Intelligenz.

00:24:24: Damit hat auch funktioniert.

00:24:27: Die Dokumente werden dann auch über die Wallet... Sekunde?

00:24:31: Über die Wallette?

00:24:32: Dann rein geladen.

00:24:33: Und da geht es zurück nach Kastroprauxel.

00:24:35: und irgendwann Kann diese App dann, können Sie mit Castro Prauxel im Amt Dokumente austauschen und kommunizieren?

00:24:42: Ganz sicher.

00:24:42: Und das Schöne ist... Das sind alles europäische Lösungen!

00:24:46: Wir reden über digitale Souveränität.

00:24:47: Muss man dann halt auch machen.

00:24:49: So,

00:24:49: das ist das was wir jetzt

00:24:51: entwickeln bis zu dem Haltepunkt wo es dann zu einer Ausschreibung

00:24:56: kommt.

00:24:58: Trotzdem sind sie dafür verprügelt worden.

00:25:00: Hat sich das geärgert?

00:25:02: Also weiß ich nicht ob ich das als Prügel empfinde.

00:25:06: Ich empfinde...

00:25:07: Sagen wir dir, Beifall war nicht groß.

00:25:10: Der eine sagt so oder andere so hätte mehr sein können.

00:25:15: aber jetzt mal unabhängig davon ich will das jetzt nicht.

00:25:18: ich habe festgestellt wie viel sage ich mal Meinungen auch Animositäten es gibt.

00:25:28: was mich geärgert hat ist dass das was wir da tun sehr verkürzt dargestellt wurde und man jetzt dagegen arbeiten muss, weil es einfach auch nicht der Wahrheit entspricht.

00:25:43: Gleichzeitig die Menschen, die sich da von einer ganz anderen Seite kommen und sagen, wir müssen das in Start-up machen, das müssen kleine Unternehmen machen.

00:25:52: Das verstehe ich was sie sagen.

00:25:53: Die wollen wir auch reinbringen.

00:25:54: Ich würde auch genau hin.

00:25:56: Und ich nehme das auch ernst, was Sie sagen.

00:25:59: Und gleichzeitig muss man trotzdem eine Entscheidung bringen, weil am Ende will ich mich selber und werde die auch gemessen, skaliert das macht das einen Unterschied.

00:26:06: worauf setzt man?

00:26:07: Deshalb sagen wir auch, wir bauen hier keine geschlossene Lösung.

00:26:09: Das ist ein offenes Ökosystem heißt das wo man dann reinarbeiten kann.

00:26:14: aber mich hat vor allen Dingen geärgert dass das halt so ja manchmal ist halt auch knapp daneben voll daneben und das so war das.

00:26:21: Lassen Sie uns kurz vor Schluss noch das KI nochmal zum Thema machen, weil KI ist ja das Thema in aller

00:26:26: Munde.

00:26:26: Viele Leute sagen KI super klar, machen wir bei.

00:26:29: viele haben auch Angst!

00:26:30: Weil wir wissen, wenn Innovationen kommen fällen Jobs weg neue kommen zu und dieses Vertrauen dass von den Wegfallen sind auch noch neue Jobs kommen.

00:26:40: Dieses Vertrauen ist irgendwie weg.

00:26:42: Viele leute haben Angst vor KI?

00:26:44: Also erst mal die Angst nämlich mehr als ernst.

00:26:48: ich habe da auch.

00:26:51: Ich habe neben der Begeisterung auch eine große Sorge.

00:26:55: Das ist schwierig zu kontrollieren, das ist unheimlich wichtig.

00:26:58: Was zum Beispiel?

00:26:59: Also das betrifft jetzt aktuell erstmal Berufe.

00:27:03: Ich gebe mal zwei oder drei Beispiele aber eine Berufsklasse von denen wir das nicht erwartet haben und viele der Experten die vor vier Jahren noch gesagt haben was alle studieren sagen heute genau als Gegenteil.

00:27:14: Deshalb ist es immer wichtig Zukunft kann man nicht so leicht vorher sagen.

00:27:18: Programmierung zum Beispiel Computer Scientist, die Top-zehnt Prozent der Programmierer werden mit Hilfe von KI zehnmal mehr produktiver.

00:27:30: Also wenn Sie heute programmieren, ist das eine andere Form der Programmierung.

00:27:40: Selbst im Bereich der Mathematik werden die Systeme leistungsfähiger als betrifft sogar dann sogar Naturwissenschaften.

00:27:45: Das ist schon ein starker Umbruch.

00:27:47: ich will aber eine Sache noch mal sagen Die Länder, die KI beherrschen werden aller Voraussicht nach deutlich mehr Wirtschaftswachstum erzielen als bisher.

00:28:06: Es gibt Länder die kalkulieren wie gesagt prognosen schwierig sogar zweistellig.

00:28:11: Ragsumsraten, die wir so nicht gesehen haben.

00:28:13: Also wir haben keine Alternative.

00:28:14: mit anderen Worten?

00:28:15: Richtig jetzt kommt der Punkt dieses.

00:28:19: Man muss das ja in Szenarien bewerten.

00:28:21: Ich kann nicht sagen, dass wird so oder so funktionieren.

00:28:23: Ein Szenario ist, dass diese Wertschöpfung konzentrierter stattfindet.

00:28:28: Sehen wir heute sehr viel große Unternehmen gibt.

00:28:31: Deshalb ist es trotzdem wichtig, dass die Wertschüpfung, die dann da ist auch bei uns anfällt weil diese Wertchöpfungen werden wir brauchen um einen Umbau zu finanzieren.

00:28:42: ich bin überzeugt davon, dass es neue Jobkategorien gibt auch im größeren Stil.

00:28:48: Aber die Geschwindigkeit des Umbruchs, der wird schneller passieren als die Technologie-Diffusionen, die wir bisher so gekannt haben.

00:28:57: Das heißt es würde uns mehr fordern.

00:28:59: Am langen Ende kann etwas Gutes entstehen.

00:29:03: Der Weg dahin ist sehr turbulent aber wir brauchen das Wachstum.

00:29:09: Haben Sie Angst vor der KI?

00:29:12: Welche Jobs glauben sie werden weggehen?

00:29:13: Wie können sich die Angst nehmen von Leuten, die sagen ne ne ne will ich nicht.

00:29:17: alles ist schön.

00:29:19: Ich erlebe das in meiner Arbeit als Aufsichtsräte und Beirätin.

00:29:23: Das ist natürlich ein Thema im Unternehmen, die Mitarbeiterinnen fragen ja ich bin hier eine Sachbearbeiterin.

00:29:30: mein Job wird definitiv wegfallen.

00:29:32: was macht ihr denn?

00:29:34: In den meisten Unternehmen ist es leider so, dass die CEO's keine Antwort darauf haben.

00:29:40: Also die Antwort ist immer eine natürliche Fluktuation Ja wir regeln das dann schon und vielleicht gibt es ja Bereiche, die neu kommen Aber häufig ist es halt keine Antwort Und das kann nicht sein.

00:29:51: Das heißt ich bin wieder da Ein Unternehmen braucht ne Strategie wie es in dieser digitalen Zeit damit umgeht Dass das passieren wird.

00:29:59: Im Moment gibts relativ weniger Antworten da drauf Sondern eher so ein vertrösten und klein machen.

00:30:05: Das Gute ist, die Innovationen-Unternehmen ist ja auch nicht so schnell weil wollen wir ja nicht so so schnell.

00:30:11: deswegen dauert es ja noch eine Zeit.

00:30:13: Eine Sache die ich glaube die uns gut zu Gesicht steht das etwas wird nicht jeder teilen auch nicht Mainstream.

00:30:23: Ich glaube wir haben in den letzten zwanzig Jahren uns zu sehr fokussiert auf das etablierte auch auf etablierte Unternehmen.

00:30:32: dass das nicht notwendig ist.

00:30:34: Das muss man machen, aber wir müssen gleichzeitig viel mehr Kapazität – das eine tun und das andere halt nicht lassen!

00:30:42: Wir müssen vielmehr Aufmerksamkeit schenken jungen neuen Unternehmen weil die Sprunginnovation, die Disruption kommt schon stärker von unten.

00:30:57: Und wie das bei uns dann so läuft, heißt Eier der will ja nur Start-ups, hab ich nicht gesagt.

00:31:04: Ich habe gesagt, wir müssen das Etablierte kümmern.

00:31:06: Das ist schützenswert und wir müssen viel mehr Kapazität auf das Neue.

00:31:11: Schauen sich die Technologieunternehmen an über die alle gehypt sind in der Marktkapitalität.

00:31:15: Wie alt sie sind?

00:31:17: Die gab es vor zwanzig Jahren nicht.

00:31:20: Sie sind teilweise viel jünger!

00:31:21: Und das Gute ist... In sehr kurzer Zeit können sie heute durch die Technik sehr schnell groß werden.

00:31:29: Aber wenn Sie diesen neuen Unternehmen gerade ansprechen, viele von denen sind aus Amerika oder größtletzend nicht aus Deutschland.

00:31:36: Ein großes Thema ist ja auch digitale Souveränität.

00:31:38: Können wir die Digitalisierung mit KI machen?

00:31:41: Wenn die ganzen Firmen also die Cloud in Amerika, die wir benutzen, die KI-Modelle sind meistens auch aus Amerika und aus China... Also wie kann man denn digitales Souveräse alles Neue machen und dann noch mit hiesigen Dingen, die es vielleicht wahrscheinlich nicht gibt?

00:31:55: Ich kann jetzt sagen Unternehmen X, ich werde jetzt Namen verwenden nicht weil irgendwas aber damit man es konkret macht.

00:32:01: Nehmen wir mal Black Forest Labs.

00:32:03: Das ist das weltweit führende Unternehmen mit einem Basismodell wenn es um Bildgebung, Visionsmodelle geht Videogenerierung Es wird von Google genutzt In Freiburg basierend auf exzellenter Forschung auch eines der meist zitierten Paper in dem Bereich Deutsche Selberregulierung Rechenkapazität organisiert.

00:32:31: Ja, haben auch ein Standbein in den USA aber auch hier in Deutschland.

00:32:33: Fantastisches Unternehmen.

00:32:36: Neure Robotics, das ist eins!

00:32:38: Wir haben auch mehrere.

00:32:39: Schleswig-Holstein ist stolz darauf dass wir von Microsoft runtergekommen sind.

00:32:43: Ist es ein Weg für andere?

00:32:45: Soll sie der Bundestag von mir jetzt ein anderes Meldesthema haben damit die nicht erpressbar sind wie der Europäische Strafgerichtshof?

00:32:50: Ganz wichtiges Thema... Office Produkte, die sie in dem Alltag bewenden.

00:32:56: Meistens halt das Ganze die Microsoft Suite, die wir alle so benutzen.

00:33:01: Microsoft three six fünf mit Powerpoint, Excel und Word und alles.

00:33:04: und es gibt sogenannten Open Source Produkte oder Open Desk Produkte.

00:33:09: Das sind Alternativprodukte, der auf offenen Standards entwickelt werden.

00:33:12: Und da ist Schleswig-Holstein sehr führend.

00:33:15: Findest

00:33:15: du das gut?

00:33:15: Ich finde das sehr, sehr gut!

00:33:16: Ein Beispiel für andere auch

00:33:18: ein Beispiel für Andere auch.

00:33:19: Wir nutzen das auch.

00:33:20: Eine behördliche Struktur, das ist die Zendes.

00:33:24: Sie sitzen in Bochum wurde gegründet sich um Open Desk Produkte mit offenen Standards Open Source zu kümmern.

00:33:32: was wir gerade machen?

00:33:33: wir untersuchen wie müssen wir diese Organisation anders aufstellen dass sie skalierfähig ist?

00:33:40: Was ich mir wünsche dass die auch am freien Markt agieren und Produkte anbieten wo die Leute sagen da geh ich auch hin nicht nur weil es nicht Microsoft ist, weil es auch richtig gut ist.

00:33:50: Die haben gute Funktionalitäten aber noch nicht so ganz in der Fläche.

00:33:53: das kann etwas sein.

00:33:55: durch dass wir auch wachsen sind wir gerade dran.

00:33:58: Sie haben

00:33:59: eine Sekunde Zeit.

00:34:00: Wann war ich

00:34:01: erfolgreich?

00:34:02: Dann wären sie zufrieden wenn die sagen würden ja da ist.

00:34:04: was passiert im digitalen Ministerium?

00:34:06: wann werden sie zu frieden?

00:34:07: okay also ich will so Leuchtturmprojekte umgesetzt sehen damit die Menschen merken ok so geht Digitalisierung in Deutschland und Das hängt leider nicht am digitalen Ministerium.

00:34:19: Ich möchte, dass aus dem Kanzleramt eine Vision kommt für das Deutschland in der digitalen Zeit.

00:34:25: Ihr reicht ihn nicht?

00:34:27: Natürlich reicht er mir nicht!

00:34:28: Nein, also das reicht

00:34:30: nicht aus.

00:34:31: Ein Silo reicht nicht auch.

00:34:35: Jetzt sieht man es.

00:34:36: Das was mein Anspruch ist... Folgende Dinge, ich mache Dinge gerne messbar.

00:34:41: Ich werde jetzt keine Zahlen direkt aber so ungefähr das Innengefühl dafür haben beim Thema Entbürokratisierung dass wir wirklich Berichtspflichten sagen mal zwanzig Prozent reduziert haben vielleicht fünfzwanzig prozent, dass die Menschen sagen oh ist besser geworden.

00:34:53: bei Infrastruktur haben wir nicht darüber geredet, dass mehr Glasfaser draußen liegt und zwar nicht nur am Gully sondern auch häufiger in die Häuser kommt, dass wir bei Mobilfunk die weißen Flecken sind wir auch dran deutlich reduziert habe.

00:35:06: Leute sagen oder Dort läuft jetzt aber besser.

00:35:09: Bei Verwaltungstigitalisierung ist absolut der Anspruch, dass die Menschen sagen es geht voran, aber ich möchte ein Ökosystem sehen was auf einer einheitlicheren Infrastruktur zusammenarbeitet und innovativ wird und Lösungen anbietet von Zugang zu durch Digitalisierung in den Genehmigungstreck mit agentische KI Und da möchte ich auch das andere Länder hier hinkommen sagen, wir haben in dieser agenzie KII gebaut.

00:35:33: Nach offenen Standards.

00:35:35: und letzter Punkt bei Souveränität dass wir deutsche europäische Cloud-Anbieter haben die richtig gut Geschäft machen Die im Security im Cyberbereich richtig.

00:35:44: was können Dass?

00:35:45: wir doppelt so viele Startups haben viel mehr Unicorns wo wir auch sagen geht richtig etwas voran.

00:35:52: Auch Basismodelle.

00:35:53: Das finde ich ziemlich cool.

00:35:55: Alles

00:35:55: sind drei Jahren.

00:36:00: Ich,

00:36:01: kommen

00:36:01: Sie in drei Jahren wieder.

00:36:02: Wir kamen die Liste und werden

00:36:03: abgehen.".

00:36:19: Die

00:36:28: europäische

00:36:32: Identity Wallet, also die digitale Brieftrasche mit der wir ganz viele digitale Prozesse

00:36:39: haben.

00:36:41: Wir werden am zweiten Januar live gehen.

00:36:43: ich würde schon als Erfolg werden wenn wir nach einem Jahr mit diesem Prognosen mal echt acht geben.

00:36:50: Ich weiß sie brauchen eine Zahl ich will nicht wieder rumeiern und so weiter.

00:36:54: Hauen Sie es raus?

00:36:55: Also zwei drei Millionen fände ich gut.

00:37:01: Wie kann man sicher sein, dass beim nächsten Regierung was sie gemacht haben weiterentwickelt wird und nicht gestockt?

00:37:09: Ich hoffe also die Zielsetzung was ich versucht habe zu beschreiben das wir ein eine Digitalisierungsmomentum aufbauen was nicht getragen ist alleine durch die Politik sondern aus dem Ökosystem.

00:37:24: Und es basiert auf der infrastrukturiven Bereitstellen das sich verselbstständigt.

00:37:28: deshalb gehen wir sehr stark auch auf Open Source vor Nachteile Aber für ein Ökosystem anzuwerfen, auch sehr stark in vielen Bereichen.

00:37:36: der chinesische Weg hat das sehr hohe Skalierungsvorteile.

00:37:40: Das heißt, das wäre jetzt spontan meine Antwort darauf dass es sich verselbstständigt im System.

00:37:54: Können Sie sich vorstellen einen Job weiterzumachen dann in drei Jahren?

00:37:59: Ich sage ich gucke jetzt auf den nächsten Monat, auf das Jahr, einem Monat sechsten Mai Haben wir Geburtstag, da sehe ich nicht persönlich das Ministerium.

00:38:12: Und okay

00:38:13: erleben Sie den fünften Geburtstag des Ministeriums auch noch als Minister?

00:38:18: Erst mal ist wichtig, dass ... Nee, das ist doch jetzt so.

00:38:21: Ich probiere es halt!

00:38:24: Als Markerau-Präsident wurde hat er die VivaTek ins Leben gerufen in der man eine Investitionsentscheidung getroffen hat.

00:38:30: Die findet zum zehnten Mal Stadt Deutschlandes Partnerland.

00:38:32: Wir reisen mit einer großen Delegation dorthin.

00:38:38: Warum schaffen wir in Deutschland nicht eine vergleichbare Plattform zu schaffen, um unseren technologischen Vorreitern die wir haben?

00:38:45: Eine ähnliche Zugangsmöglichkeit zu bieten in die Industrie.

00:38:48: Wir werden den jetzigen Gipfel der am achtzehnten Elften letzten Jahres hier in Berlin stattgefunden hat etwas anders gestalten.

00:38:55: Wir planen einen ersten Tag, der ist nur für deutsche Unternehmen auch Themen spezifisch gedacht Verbindungsplattformen zu schaffen.

00:39:07: Darüber hinaus arbeiten wir sehr, sehr eng an verschiedenen Plattformen die wir als Ministerium organisieren.

00:39:12: Wir haben einen sogenannten agentischen KI-Hub wieder so ein klasse Wort das heißt wir laden junge Unternehmen ein Verwaltungsdigitalisierung mitzugestalten.

00:39:21: Wir sind gerade dabei auch für den Mittelstand etwas zu organisieren.

00:39:24: wie kann unser Mittelstand KI nutzen?

00:39:26: Mit Startups zusammen basierend auf einer souveräen Infrastruktur mit Modellen wo die Daten nicht alle direkt abhauen.

00:39:33: Was sie also auch hier bleiben, das sind Formate.

00:39:37: Aber das könnte ein Nukleus sein, der vielleicht vergleichbar ist mit dem, was Sie gerade beschrieben

00:39:42: haben?

00:39:43: Vielen herzlichen Dank!

00:39:44: Meine sehr verehrten Damen und Herren, das war die Julia Digital Talk Show mit Carsten Wildberger, unserem Bundesdigitalminister und Franzi Kühne, einer Unternehmerin digitaler Startbeden-Mögliche

00:39:53: auf die Strecke Instagram mehr.

00:40:01: Vielen dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal wenn es wieder heiß, Basecamp auf die Ohren, digitales und Politik.

00:40:07: Bis dahin alles Gute

00:40:09: und bleiben Sie mit uns verbunden.

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