Digitale Souveränität im Fokus – Open Source als Strategie für den Staat
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation und Dirk Schrödter, Digitalminister des Landes Schleswig-Holstein über den Kurs der öffentlichen Hand. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie tief staatliche Stellen auf offene Technologien setzen müssen, um Transparenz und Innovationsfähigkeit dauerhaft zu sichern.
Über BASECAMP auf die Ohren – Digitales und Politik: Authentisch, inspirierend und mit Herz von uns für Sie! Der Live Podcast aus dem BASECAMP, der Plattform zum digitalen Vordenken und Machen in Berlin. Wir laden dazu Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien zu uns ein und diskutieren die wichtigsten Fragen über Digitales und Politik.
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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Basecamp auf die Ohren digitales und Politik.
00:00:12: Authentisch, inspirierend und mit Herz
00:00:15: – von uns
00:00:15: für Sie!
00:00:17: Wir diskutieren heute mit Professor Dr.
00:00:19: Christina Sinemus Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation Und Dirk Schröter, Digitalminister des Landes Schleswig-Holstein über den Kurs
00:00:29: der öffentlichen
00:00:30: Hand.
00:00:31: Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie tief staatliche Stellen auf offene Technologien setzen müssen
00:00:37: um Transparenz
00:00:39: und Innovationsfähigkeit dauerhaft
00:00:41: zu sichern.
00:00:42: Aber hören Sie selbst!
00:00:43: Mein Name ist Nicole Nehauslaug und ich wünsche Ihnen nun viel Freude am Zuhören und beim Weiterdenken
00:01:06: auch heißes und spannendes Thema zu diskutieren, vielleicht nicht ganz so spannend wie das kühle Getränk im Biergarten aber zumindest wahrscheinlich ein bisschen wichtiger.
00:01:18: Geopolitische Spannungen und eine ja wir haben schon wieder die Temperatur frostige Atmosphäre im transatlantischen Verhältnis rücken immer häufiger die Frage in den Mittelpunkt Lieferanten und Partnern von woanders sind.
00:01:40: Jedes Unternehmen und auch jeder Bürger sollte sich letztlich die Frage stellen, wie sehr das eigene Leben, das eigene Geschäft von dieser Abhängigkeit betroffen ist?
00:01:49: Und ganz besonders stellt sich die Frage nach der Betroffenheit sicherlich auch für den Staat, für die Verwaltung denn dann wenn es um die Daten der Bürger geht und auch die Funktionsfähigkeit des Staates will man natürlich erst recht keine Abhängigkeiten.
00:02:05: Wir reden über geopolitische Erpressbarkeit, was den Zugang zu Systemen anbelangt.
00:02:12: Es wird auch immer wieder über den US Cloud Act diskutiert also die Frage können amerikanischen Behörden beispielsweise auf Datencenter zugreifen oder auf Daten von Datenzentern, die auch außerhalb der USA gespeichert sind?
00:02:26: und so wird schon seit einiger Zeit über diese Abhängigkeiten im Tech Bereich diskutiert.
00:02:33: Der Bund zahlte zwanzig, fünfundzwanzig im letzten Jahr vierhundert achtzig Millionen Euro nur in dem einen Jahr für Microsoft Lizenzen.
00:02:41: also.
00:02:41: da sind sozusagen Lizenzkosten für andere Software und Hardware Lieferanten noch nicht inklusive und auch nur die Kosten des Bundes nicht der Länder.
00:02:49: Es geht also auch um eine ganze Menge Geld nicht nun abhängigkeit sondern natürlich auch ein großes Geschäft und darüber wollen wir heute diskutieren.
00:02:56: wie viel Abhängigkeit gibt das?
00:03:00: Wollen wir das verändern, können wir es verändern?
00:03:02: Was für Strategien gibt's da?
00:03:04: und ganz besonders im Fokus sind dann natürlich auch immer die Länder.
00:03:10: Bevor ich meine Gäste vorstelle, stelle ich mich selbst einmal kurz vor.
00:03:14: Mein Name ist Philipp Kruschl.
00:03:15: Ich leite die Politikabteilung von Telefonika und hier das Team in Basecamp und freue mich sehr über die kleine Diskussionsrunde heute.
00:03:25: Mit dabei sind Christina Sinemus, Digitalministerin aus dem Schönen Hessen.
00:03:31: Frau Sinemuss hat Kommunikationswissenschaften, Biologie und Chemie studiert und war unter anderem Professorin für Public Affairs Präsident in der IHK Darmstadt und ist seit Jahrzehnteigneunzendigitalministerin Hessen.
00:03:43: Ich glaube sie waren sogar die erste Digitalministerinnen bundesweit wenn ich mich richtig erinnere oder?
00:03:49: fast schon könnte man sagen ein Urgestein der Digitalpolitik inzwischen.
00:03:53: Ja, vor allen Dingen war ich aber zwanzig Jahre Unternehmerin.
00:03:55: das ist mir besonders wichtig.
00:03:57: Absolut und Dirk Schröter hat im schönen Potsdam hier ums Eck Volkswirtschaftslehre studiert und dann eine lange, sagen wir mal Karriere in Schleswig-Holstein hingelegt.
00:04:11: danach Sie waren wissenschaftlicher Mitarbeiter im Landtag, später in Finanzministerium.
00:04:16: Seit zehnt zwanzig siebzehn sind die Chef der Staatskanzlei und seit zweitzwanzig zusätzlich als Nebenjob oder Zweitjob dann auch noch Digitalminister des Landes.
00:04:27: Ich freue mich dass Sie da sind herzlich willkommen auch kleinen Applaus vom Publikum gerne an unsere Gäste Und freue mich sehr auf das Gespräch mit ihnen.
00:04:39: Um das Thema einzusteigen, würde mich zu Beginn Ihre ehrliche Einschätzung interessieren.
00:04:43: Frau Sinemus Herr Schröter Wie groß ist die Abhängigkeit der öffentlichen Hand derzeit von Software und Services?
00:04:51: Von nicht europäischen Lieferanten?
00:04:53: was würden Sie sagen?
00:04:55: Die ist groß.
00:04:56: Wenn man sich die Zahlen anguckt, ja da gibt es so eine Durchschnittzahl das sechzig Prozent aller der Daten auf den Hyperskyler liegen und ich meine in diesem Jahr sechzlich.
00:05:09: letztes Jahr waren sogar siebzig Prozent.
00:05:11: also insofern kann man schon von einer Abhängigkeit reden.
00:05:16: Also wir haben eine absolut große Abhängigkeit, die gute Nachricht ist in Schleswig-Holstein.
00:05:21: Ist sie ein bisschen kleiner als im Rest der Republik oder als im resten der Welt?
00:05:26: Aber das was Sie beschrieben haben gilt eben nicht nur für Verwaltung es gilt ganz genauso natürlich für Unternehmen.
00:05:33: also stehen vor den selben Herausforderungen.
00:05:35: Wir haben hohe Abhängigkeiten und müssen uns aus diesen Abhängkeiten lösen.
00:05:40: Frau Sinemus, ist die Abhängigkeit als solches überhaupt ein Problem?
00:05:43: Also ich habe gelesen vor allem Hyperscale investieren ja gerne in Hessen aufgrund dessen das Hessen so einen Hotspot auch für Datacenter ist und ich glaube Google hat im letzten Jahr auch eine Milliarden Investitionen in Hessen angekündigt.
00:05:57: Das heißt es gibt einerseits die Abhängekeit auf der anderen Seite ja schon auch sagen wir die Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Die investieren auch in den Standort Deutschland.
00:06:07: daher die Frage Wie problematisch ist eigentlich diese Abhängigkeit?
00:06:10: Also
00:06:11: wir möchten natürlich das Investment und wir haben uns auch sehr gefreut.
00:06:15: Und in Zahlen waren es allein im letzten Jahr, fünfzehn Milliarden die bei uns investiert worden sind.
00:06:21: Das war nicht nur von sozusagen den Hyperscalen sondern es waren und das freut uns natürlich besonders ist auch der Weg den wir gehen wollen.
00:06:31: Das waren auch europäische Unternehmen, deutsche Unternehmen.
00:06:34: Wir haben gerade letzte Woche hatte ich den Spatenstich bei einem so einen Datencenter, was jetzt mit zweihundertundfünfzig Millionen startet auch unter diesem Stichwort digitales Souveränität.
00:06:48: Es sind zweikommer fünf Milliarden von Data for einem französischen Datens-Datacenter Betreiber auch in Hessen investiert worden.
00:06:57: Insofern ist es einerseits für uns wichtig in Invest und auch in Innovation zu gehen Und andererseits aber auch zu überlegen wie wir einer Parallelstrategie unterwegs sein können.
00:07:10: Und auch wenn ein Hyperscaler investiert in einen Standort, heißt das ja nicht gleich dass er sozusagen eine unsichere Software anbietet sondern wir können ja auch unter bestimmten Bedingungen die Dienstleistung dort einkaufen oder abverlangen.
00:07:27: also insofern glaube ich kann man das nicht ins schwarz-weiß denken sondern muss es in sowohl als auch denken.
00:07:33: Wir wollen die Ansiedlung Wir wollen aber auch eine Diversifizierung.
00:07:39: Das heißt, Frau Sinemus wenn ich das richtig verstehe ist Sie setzen im Prinzip auf so ein hybrides Modell sie arbeiten mit den großen Konzernen zusammen.
00:07:47: Aber da wo es vielleicht darum geht neue Sachen für die Verwaltung zu entwickeln Für digitalisierte Prozesse Geht's dann auch durchaus darum
00:07:55: ob
00:07:56: Open Source basiert zusätzlich eigene Lösungen zu entwickeln.
00:07:59: Es ist richtig, aber Sie sind jetzt schon auf der Verwaltungsebene.
00:08:03: ich bin jetzt nochmal erstmal auf der Investment und Data Center Ebene Und da sage Ich mir wir wollen invest in den Standort Wir Wollen Aber auch Diverses invest in Den Standort Haben und Deswegen Freuen wir uns das Mittlerweile nicht nur Google und AWS sondern Auch europäische Ansehlungen stattfinden Unterstützen dass ausdrücklich und unterstützen.
00:08:25: übrigens auch Das ist auch ein Stück der digitalen Souveränität, die mittelständischen Unternehmen in dem wir nicht nur die im Wachstum finanzieren über den Hessen-Form beispielsweise sondern indem wir als Ankerkunde bei diesen mitteländischen Cloudanbietern zum Beispiel uns mit anbieten, respektive einkaufen.
00:08:48: Insofern ist es eine Mindestens-Hybrid-Strategie was die Ansiedlung und die Nutzung angeht genereller Art aber auch eine hybride Strategie das die Verwaltungsdigitalisierung angeht.
00:09:01: Herr Schröter bei Ihnen ist die Situation gar nicht so viel anders denn Ansiedlungen von Datacentern gibt's auch in Schiffsee-Kolstein aufgrund des Zugangs zu grüner Energie die im Norden ganz gut Und daher kann ich mir vorstellen, dass sie auch in der ähnlichen Situation sind.
00:09:16: Dass die Unternehmen haben, die im Land investieren mit denen man auch zusammenarbeiten will und trotzdem habe ich zumindest gelesen das der zusammen oder die die Nutzung von Open Source oder von Technologien großer Lieferanten bei ihnen ein bisschen anders aufgestellt ist.
00:09:31: vielleicht können Sie das einmal kurz erklären was Ihr Modell ist sozusagen für die digitale Verwaltung?
00:09:37: Erst mal starte ich.
00:09:39: Es ist ein großer Vorteil, in Datacentern zu investieren.
00:09:44: Wir produzieren zwei Hundert Prozent unseres eigenen Strombedarfs überhaupt erst mal.
00:09:48: Wir haben einen Überschussstrom, den wir exportieren.
00:09:50: Den kann man sehr gut auch in neue Datacenter investieren und dort nutzen.
00:09:55: Und das sehen wir auch, dass wir an unterschiedlichen Stellen entsprechende Rechenzentren Kapazitäten aufbauen und die auch souverän aufbauten und die Unternehmen dort entsprechend in die Invest gehen.
00:10:05: Das ist gut!
00:10:06: Das ist richtig!
00:10:08: Aber ich will wirklich den Punkt machen.
00:10:10: Wir wollen uns immer überlegen, wo stehen wir als Staat und was bedeuten Abhängigkeiten für einen Staat?
00:10:17: Und die Frage ob ein Staat souverän ist entscheidet sich heute nicht mehr allein daran, ob er militärische Stärke hat oder ob er Recht und Ordnung im Innern durchsetzen kann.
00:10:28: Sie entscheidet es sich im Wesentlichen in Code & Data und in digitaler Infrastruktur.
00:10:36: Und wenn ein Staat seine digitale Infrastruktur nicht selbstbestimmt entwickeln kann, nicht selbst bestimmt über die IT-Prozesse entscheiden kann – nicht herüber die Datenhaltung ist.
00:10:49: Dann ist der Staat nicht mehr souverän!
00:10:51: dann ist er in seiner Ausprägung nicht mehr nur nicht souverän, wenn er nicht mehr her über die Datenhaltung ist.
00:10:59: Dann verlieren die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in den Staat und damit letztendlich unsere Demokratie.
00:11:05: Wenn wir nicht ausschließen können dass Datenabflüsse unkontrolliert stattfinden weil es einen Cloud-Act beispielsweise gibt Und Justizdaten Steuerdaten Gesundheitsdaten abfließen können, weil sie eben bei Hyperscalern liegen die einem anderen Rechtssystem unterliegen.
00:11:26: Dann haben wir ein Problem mit dem Vertrauen in unsere Demokratie und den müssen wir entgegenwürden.
00:11:30: Und dem können wir nur entgegingen würden, indem wir digitale Souveränität schaffen, indem die Kontrollarchitektur und die Eigentumsarchitektor der Lösung, die wir einsetzen tatsächlich auch selbstbestimmt kontrollieren und weiterentwickeln können als Staat.
00:11:45: Das ist zentral für die Funktionsfähigkeit des Staates.
00:11:48: Wir müssen begreifen dass digitale Infrastruktur kritische Infrastruktur ist das wir sie nicht aus Händen geben dürfen.
00:11:56: Das bedeutet nicht, und das ist der Offensorzansatz im Falle, dass wir auf Autarkie setzen.
00:12:03: Und es bedeutet auch nicht, dass bei European oder sowas nach vorne stellen.
00:12:07: Der Ansatz in Schleswig-Holstein ist ein zutiefst internationaler, ist ein zu tiefst auf Kooperation ausgelegte Ansatz indem wir auf Open Source Lösungen setzen Und das kann man auch wunderbar übrigens in Cloud-Systemen sehen.
00:12:22: Wir haben in Southern Cloud Stack entwickelt mit souveränen Cloud Standards, die dann auch Wechselfähigkeit möglich machen und das ist das was wir tun, was wir nicht tun wollen is eine außereuropäische properitäre Abhängigkeit durch europäische properitäre Abhängigkeit zu ersetzen.
00:12:42: Darum geht es gerade nicht, sondern durch Open Source Lösungen die Kontrolle zurückzugewinnen, die wir nicht mehr überall haben und das haben wir in Schleswig-Holstein tatsächlich gemacht.
00:12:51: Wir entwickeln einen souverän IT Arbeitsplatz für unsere Mitarbeitenden.
00:12:55: Wir haben auf nahezu allen Arbeitsplätzen, weil wir LibreOffice beispielsweise offene Lösungen zum Standard der Office Anwendung gemacht haben Microsoft Office deinstalliert.
00:13:08: Wir kommen da gleich zu einem Beispiel.
00:13:09: Wir haben Microsoft Exchange und Outlook abgelöst, deinstalliert und Open Exchange installiert mit dem Migrationsprozess von Hundertzehn Millionen Datensätzen, Kalendereinträngen, E-Mails das Arbeitsgedächtnis der Verwaltung in eine neue Infrastruktur gebracht.
00:13:28: Wir rollen NextCloud aus als Kollaborationstool und werden in den nächsten Wochen SharePoint Stecker ziehen weg.
00:13:38: Wir setzen bei der Telefonie auf eine offene Lösung, gerade haben wir dazu auch den Zustacherteil, dass wenn man dann in den nächsten Wochen aus einem Stück für Stück ersetzen wird, properitäre Lösungen durch offene Lösungen die auf Kooperation setzen, wo wir tatsächlich Souveränität über die Lösungen erlangen weil wir die Kontrolle erlangt und weil wir diese Systeme kennen.
00:14:00: Wir schaffen die Blackboxes indem wir derzeit arbeiten
00:14:05: ab.
00:14:06: Das hört sich sehr spannend an, da schließen sich viele Fragen an.
00:14:08: Was ich sozusagen zusammenfassend verstehe Herr Schröter ist die Frage wo die rote Linie ist oder wie man es abwegt.
00:14:15: also wo setzt man auf große Lieferanten und wo auf Open Source?
00:14:19: Die haben Sie für Schleswig-Holstein letztlich ja so beantwortet.
00:14:22: die Rotliegen sehr weit oben anzusetzen sagen alles was wir in Open Source eine eigene unabhängige neue Technologie übertragen können bringen wir da auch hin von der Desktop Software bis bis zu Klaut?
00:14:33: Ja, absolut.
00:14:34: Wir betreiben ja auch unsere sensiblen Daten mit, natürlich in unserem eigenen Rechenzentrum das sozusagen nach der deutschen Verwaltungsklauschstrategie auch mit eingebunden ist bei unserem IT-Dienstleister.
00:14:52: Das ist in der Tat unsere Antwort auf die Frage wie wir digitale Souveränität erlangen und warum digitale gesamtstaatlichen Gründen dargelegt.
00:15:03: Wir können noch über wirtschaftliche Vorteile, kommen wir vielleicht noch darüber sprechen.
00:15:08: aber genau das ist der Punkt.
00:15:11: und weil wir auch ein bisschen diskutieren wollen würde ich natürlich auch gerne von Ihnen Frau Sinemus wissen wie Sie das sehen wo sie die rote Linie sehen und ob es vielleicht auch einen Vorteil haben kann oder eine oder andere Stelle mit den großen Lieferanten zusammenzuarbeiten.
00:15:25: Also erstmal, ich finde es richtig und ich find's auch gut dass der Kröter in Schleswig-Holstein.
00:15:31: Und du kannst ja auch in deiner Rolle als CDS und Digitalminister da in einer eindeutigeren... Wir durchgreifen Anführungsstrichen.
00:15:42: Ja, es ist schon so wenn ich das jetzt mal vergleichen mit uns.
00:15:45: wir sind als Land in der Zuständigkeit als Ressort über alle anderen Ressourcen weg.
00:15:52: aber auch dort sagen unsere Ressorts Kollegen praktikabel ist das bei uns nicht.
00:15:57: Wir möchten die Open Source Lösungen wir setzen sie dort ein und wir denken dass es einen Vorteil hat wo das die beste Lösung ist.
00:16:05: Auch wir werden das Thema Next Cloud einführen nicht ausschließlich auf die Open Source-Lösung setzen und setzen auch nicht ausschlieslich drauf, sondern haben hier eine hybride Strategie wie Sie es eben gerade beschrieben haben.
00:16:19: Und das ist den Weg, den wir gehen weil er für uns der praktikable Weg ist und es gibt auch gewisse Vorteile.
00:16:27: Es gibt gewisse Vorteile zum Beispiel wenn ich den Service Charakter mir anschaue, den in dem Fall bei Microsoft haben.
00:16:41: So ist das etwas, was möglicherweise andere Dienstleister so nicht bieten können.
00:16:45: und so sind wir im Moment auf dem Weg... aktuell in dieser hybriden Strategie uns fortzuentwickeln, aber auch deutlich mehr uns anzuschauen.
00:16:54: Wie können wir souveräner werden, indem ein souveräner Arbeitsplatz mit erprobt wird?
00:16:59: Indem eine Cloud-Strategie, die auch eine Multi-Cloud-Strategy ist angegangen würde, indem wir uns intensivere Gedanken machen wie können wir unsere Netzresilienz in der Zukunft entwickeln?
00:17:10: Auch das gehört zu einer digitalen Souveränität dazu.
00:17:13: und was auch dazugehört es schlichtweg zu überlegen Wie wollen wir langfristig und da glaube ich sehr wohl, dass wir auch an Europa denken müssen in eine digitale Souveränität in Europa kommen.
00:17:25: Und wie setzen wir hier auch Redundanzen so ein?
00:17:29: Dass wer unsere Daten wenn das eine abgeschaltet würde dann auf einem anderen redundanten System doch weiterhin noch haben können.
00:17:38: Und deswegen sind wir nicht auseinander im Punkt Open Source, dass das sinnvoll ist aber nicht in dieser Ausschließlichkeit wie in Schleswig-Holstein damit umgegangen wird weil es schlichtweg vielleicht auch Landes spezifisch unterschiedlich angehen müssen.
00:17:54: für uns ist das der praktikable Weg.
00:17:57: Kürzlich war hier der Olaf Ließ, der Ministerpräsident von Niedersachsen.
00:18:01: Der auch gesagt hat als erstes wollen wir eine eigene Cloud aufbauen.
00:18:04: also das sieht man aus sozusagen parallel in zwischen den Ländern und einfach um das einzuordnen.
00:18:09: Also geht es ja letztlich auch darum da wo die Daten der Bürger, die Daten Verwaltung gespeichert sind?
00:18:14: Das ist natürlich der Kern dieser ganzen digitalen Welt und das will man als Erstes souverän in eigener Hand haben und dann gibt's sozusagen Anwendungen darauf und da kann man dann sozusagen abwägen.
00:18:26: Wenn nur zu dem Thema Microsoft oder andere Hyperscaler doch nochmal sagen.
00:18:33: Also meine Erfahrung ist es gerade nicht, dass die Servicequalität besonders hoch wäre oder das ist einfach nicht besonders schlecht.
00:18:42: ich wollte sie eigentlich gar nicht bewerten.
00:18:46: aber das was wir tun hat eine völlig andere Dimension der Zusammenarbeit mit Herstellern.
00:18:53: Wir kommen zu ganz anderen Zusammenarbeitsmodellen und Anpassungsmöglichkeiten in den Lösungen, die wir haben.
00:19:01: Weil wir unmittelbar mit den Herstellern von Open Source-Lösung... Und ich will das nochmal betonen!
00:19:06: Das sind nicht irgendwelche Lösungen wie sich Studierende in ihrem Studentenwohnheim irgendwie entwickelt haben.
00:19:13: Donnerstag nachts hochladen und die schleswig- heulsteinische Landesverwaltung der cds denkt sich freitags morgens aus was setzen wir denn nächste woche ein?
00:19:22: zieht das aus dem internet runter und lässt es auf den rechnern installieren?
00:19:26: nein wir arbeiten mit hoch professionellen unternehmen zusammen mit hochprofessionellen Open Source Unternehmen.
00:19:32: Die haben ein anderes Geschäftsmodell und dieses Geschäfts-Modell ist vor allem darauf ausgelegt, dass es um Weiterentwicklungsaufträge geht, das es um Betriebsprozesse geht, um Community Management geht – und das hat einen wahnsinnig großen Vorteil, dass die Qualitätssicherung ehrlicherweise viel, viel höher ist als das was wir bei Hyperskillern erleben weil wir ja sozusagen unmittelbar in der Wettbewerbssituation eine unmittelbare Wett-Bewerbssituation schaffen.
00:20:02: Weil man ja Wechselfähigkeit auch hat und das ist das was wird tagtäglich erleben.
00:20:09: und ehrlich gesagt Wir setzen ja Lösungen ein ich habe das eben versucht zu beschreiben die hunderte Millionenfachen dieser Welt eingesetzt werden Und mir kann niemand erzählen dass Lösungen, die hunderte Millionenfach in dieser Welt eingesetzt werden nicht auch für eine Landesverwaltung von sechzigtausend von hunderttausenden Beschäftigten eingesetzt sein kann.
00:20:31: Das ist machbar das ist möglich das kann man sogar sehr gut machen.
00:20:36: nur wenn wir den Schritt nicht machen dann passiert doch Folgendes Wir versenken weiter öffentliche Mittel steuergelder In außereuropäischen lösung die den technologischen Fortschritt außerhalb Europas weiter finanzieren, die Schere geht weiter auseinander.
00:20:57: Und das ist doch ein Problem!
00:20:59: Wir exportieren öffentliche Mittel und Abhängigkeiten zu importieren.
00:21:05: Diesen Teufelskreislauf müssen wir durchbrechen und den können wir durch brechen wenn wir uns bewusst machen dass wir als öffentlicher Hand unsere Marktmacht nutzen können um echte digitale Souveränität durch Offenheit sicherzustellen.
00:21:19: Das ist der Punkt an dem wir angreifen müssen, wo wir jetzt sagen müssen, wir setzen dem etwas entgegen und deswegen sage ich, wir müssen völlig umdenken an dieser Stelle.
00:21:33: wenn wir uns als Staat, als souveriner Staat, Als Region, als Länder tatsächlich ernst nehmen wollen und wenn wir gleichzeitig Wirtschaftswachstum in diesem Bereich auch in Europa, auch am Digitalstandort Europa am Digitalstandort Deutschland, am Digital Standort Hessen, Schleswig-Holstein generieren wollen.
00:21:53: Dann müssen wir es schaffen dass wir aus dem Thema digitale Souveränität ein Wachstumsbooster für die Digitalwirtschaft machen.
00:22:01: das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.
00:22:05: sie sind beide in ihren Ländern Wie man merkt, weil sie war das ihre Themen auch mit Leidenschaft hier vortragen.
00:22:12: Sie sind ja auch letztlich die Vorkämpfer der digitalen Transformation sozusagen im Land in der Verwaltung und letztlich ja auch ganz gleich ob es ist die Einführung von Open Source oder auch die Einführung neuer Technologien KI beispielsweise in der verwaltung.
00:22:28: Das ist ja auch immer sozusagen eine starke Kommunikationsaufgabe, weil man den relativ großen Apparat auch mit Veränderungen konfrontieren muss vielleicht viel stärker als es in anderen Politikfeldern der Fall ist, ich kenne ein bisschen das Baurecht.
00:22:40: Da gibt es halt irgendwie alle fünf Jahre eine Baurechtsnovelle, da werden mal fünf Paragrafen geändert und das war dann die Transformation.
00:22:46: Und wenn man sagen in komplett neues Software-Stack oder eine neue Technologie in Verwaltung bringt, ist es schon noch etwas anderes.
00:22:54: Das würde mich einfach auch interessieren aus Ihrer Praxis wie macht man das?
00:22:58: Wie nimmt man die Verwaltungen damit?
00:23:03: Ja, was für Behauchungskräfte hat man denn als Digitalministerin oder Digitalminister auch mit denen man so konfrontiert ist Frau Sinemus?
00:23:10: Wie nimmt man die Verwaltung mit?
00:23:11: also wir haben als allererstes ganz ehrlich Ressort übergreifend weil sie das Thema KI angesprochen haben einen Leitfaden im Umgang mit KI in der Verwaltungen geschrieben.
00:23:22: und haben den verbindlich für alle Ressorts in die Ressort gegeben, haben gesagt so jetzt nutzt ihr das bitte auch entlang dieses Leidfragens.
00:23:33: Wir haben verschiedene Modelle der KI Anwendung auch dann zur Verprobung in die ressorts gegeben.
00:23:40: wir haben Workshops gemacht.
00:23:41: wer sind dabei eine KI in der Verwaltungsstrategie zu implementieren?
00:23:47: Wir sind aber auch dabei und da glaube ich sehen wir gar nicht soweit auseinander in der Nutzung von LLMs, die auch im Land entwickelt wurden und wo wir jetzt den nächsten Schritt gehen müssen.
00:23:58: Wo wir auch Länder übergreifend sozusagen in einer Interoperabilität verschiedene LLMS eben auch, die zwar in den Ländern entwickelt worden aber dann vielleicht auch anderen Ländern schlichtweg mit zur Verfügung stellen damit man eine Wahl- und Wechselfähigkeit hat.
00:24:14: Auch das ist ein Schritt, den wir glaube ich hier sehr gut gehen können.
00:24:18: Aber am Ende des Tages muss müssen die Verwaltungsbeamten auch Vertrauen gewinnen in so eine Technologie, in die Nutzung zum Beispiel von KI und das kann ich nicht erzwingen.
00:24:32: Sondern da muss ich Angebote machen, muss auch durchaus sie Stück für Stück heranführen.
00:24:37: Es gibt einige, die es sofort nutzen, es gibt andere, die sagen ne also das möchte ich gerade nicht und insofern ist das ein Prozess auch kein leichter Prozess.
00:24:46: In diesem Prozess gilt es aber vor allen Dingen auch ein bisschen, ja wir sagen so immer den Schalter im Kopf umzulegen und zu sagen Es gibt nicht entweder oder sondern es gibt sowohl als auch uns sie zu ermutigen das zur Erleichterung ihres Arbeitsprozesses tatsächlich diese neuen Technologien zu nutzen.
00:25:04: Routine Aufgaben die dann dadurch abgelöst werden.
00:25:07: also es gibt eine schöne Anwendungen Emma heißt die die man zum Beispiel aufspielen kann den PC.
00:25:16: Und wenn man morgens im PC anmacht, dann sortiert er von selber die E-Mails in die Ordner wie man es haben möchte und für einige ist das tatsächlich eine Arbeitserleichterung und die nutzen das auch.
00:25:25: Um diese Angebote zu entwickeln, zu ermutigen sie Anzuwenden Erfahrung aufzunehmen aber dass dann auch als Ressort übergreifende Aufgabe im digitalen Ministerium zu begleiten und umzusetzen Das ist der Weg den wir gehen und natürlich auch selbst eigene Modelle und Entwicklungen zu machen.
00:25:43: Wir als LLM, ihr nutzt glaube Moin unter anderem und ich glaub der Weg muss sein dass wir Alternativen auch gemeinsam nutzen können.
00:25:54: Ja im Grunde genommen wenn Sie mich fragen wie stellt man sowas an ist ja ein IT Projekt oder Transformationsprojekt bei der IT jetzt kein nicht so anders nach dem Muster wie ein Transformations-Projekt das man sonst auch in einer Verwaltung hat.
00:26:12: Also geht man mit den Tools des Changemanagements ran, die man kennt plus eben spezifiziert auf die IT-Dösung alles was dazu gehört eine klare Narrativkommunikation.
00:26:24: Man muss wissen wo führt man die Organisation hin?
00:26:27: Was ist das Ziel?
00:26:30: Mit einem klaren Kommunikation des Purpose.
00:26:32: warum machen wir das?
00:26:34: also?
00:26:34: ich habe das vorhin anhand der digitalen Zubereinität ja beschrieben.
00:26:37: Warum machen wir das?
00:26:38: Ja, weil wir als Staat souverän sein wollen, weil das in unserer Welt das Thema ist so.
00:26:45: Dann macht man Schulungen.
00:26:47: Fortbildung all das Unterstützungsangebote muss man natürlich machen gehört gehört dazu.
00:26:52: und trotzdem ist es so dass natürlich Es bei Menschen die zwanzig, dreißig Jahre und ich will schon fast sagen auf Lösungen trainiert sind.
00:27:03: Weil die Abhängigkeit beginnt schon in der Schule mit unmoralischen Angeboten für bestimmte Lösungen von den Anbietern über, die wir gesprochen haben damit dann sozusagen der Abhängigkeitsprozess immer weiter fortgesetzt wird.
00:27:19: So diesen Menschen, die Kolleginnen und Kollegen sind zwanzzig, dreizig Jahre lang natürlich auf Lösung trainiert.
00:27:24: so da muss man Verständnis haben, wenn es dann mal länger dauert im Prozess und die Funktionalitäten müssen da sein.
00:27:32: Die man auch so gewohnt ist muss sie auch entwickeln.
00:27:35: aber das zu verbinden mit der Fragestellung welche zusätzlichen Features können wir dann anbieten.
00:27:41: Mach Ihnen ein Beispiel bei unserer Office Software Libre, haben wir einen Barrierefreiheitschecker gleich integriert in die Lösung.
00:27:49: also während wir bisher sozusagen im Dokument erstellen mussten die Kollegen und nochmal eine andere Software aufrufen mussten um zu gucken an welcher Stelle muss denn barriere Freiheit irgendwie sich hergestellt werden?
00:28:01: Haben wir diesen Barrierenfreiheit checker mit den Kolleginnen und Kollegen dort implementiert?
00:28:05: da wird offen Button gedrückt, dann wird geprüft.
00:28:08: Wo sind Herausforderungen bei der Barrierfreiheit?
00:28:11: Muss man nicht noch einen Arbeitsschritt machen.
00:28:12: Kriegt das gleich, kriegt gleich ein Feedback, kann es korrigieren, Dokument wird
00:28:17: finalisiert.".
00:28:18: Das sind die Features, die man unmittelbar als Vorteile bringen kann.
00:28:24: Wir sind dabei Linux aus Zoraien in einer Staatskanzlei.
00:28:30: Die nächsten Wochen dazu nutzen sind noch ein paar Nacharbeiten notwendig.
00:28:33: Ich mache jetzt seit acht Wochen nutze ich meinen Linux-Rechner Herr unmittelbare Vorteils, ich bin viel schneller ist das Ding hochgefahren.
00:28:42: Viel schneller sind die Anwendungen aufgerufen, viel schneller kann ich die Dinge bearbeiten wo ich vorzeit.
00:28:48: Das sind unmittelbaren Benefits, die die Kolleginnen und Kollegen auch merken.
00:28:52: Und da sieht man dass wir einerseits das Change Management brauchen, Narrativ Kommunikation Vorteile abbehen.
00:29:00: Mit KI zum Beispiel, Integration machen wir mit Open Exchange bauen wir sozusagen unmittelbar die Vorteile da auch rein und mit Nextcloud so.
00:29:10: das sind die Dinge die dann auch helfen und Herausforderungen.
00:29:13: natürlich muss man darauf achten dass man Kollegen immer auch mitnimmt an der Stelle ist logisch.
00:29:23: Also vielleicht kann man es nochmal in einem Wort zusammenfassen was wir wirklich versuchen die Nutzenerfahrung in den Vordergrund zu stellen.
00:29:32: Und das ist etwas, was in unterschiedlichen Ressorts, in Justiz wird das Thema völlig anders auch von denjenigen dort im Justizministerium lang unterwegs sind.
00:29:44: Die gehen mit dem Thema KI im Durchschnitt etwas skeptischer um als im Digitalministerium und es ist einfach Erfahrung der Verwaltung über die Jahre und wir müssen für alle Angebote machen dass sie sagen okay ich habe jetzt verstanden für mich für meinen Arbeitsbereich bringt das einen Nutzen.
00:30:02: darüber hinaus wirklich auch wichtig, gilt es nicht nur die Verwaltung mitzunehmen sondern auch die Bürgerinnen und Bürger.
00:30:10: Wir haben gerade einen Hessentag hinter uns.
00:30:13: das hört sich so an als ob's nur ein Tag wärs waren aber zehn Tage und wir hatten während dieser zehn tage in Fulda eins Komma Eins Millionen Besucherinnen und Besucher.
00:30:24: Und wir hatten dass.
00:30:25: ich hatte als Digitalministerium gesagt wer lasst uns mal KI Fhaber machen?
00:30:30: und so haben wir eine KI Welt aufgebaut im Kaufhaus unten Erdgeschoss und haben ungefähr zwanzig, fünfzwanzig Exponate angeboten.
00:30:39: Vom digitalen Rathaus wo in einer Ausländerbehörde beispielsweise ein sprechender Kopf in unterschiedlichen Sprachen interagieren kann mit dem der ihm gegenüber ist bis hin zu einem Feuerwehrroboter KI-Überwachung zur Qualenzucht alle Wurst mit KI gereift und und und damit Bürgerinnen und Bürger auch verstehen.
00:31:02: ja Das Land befasst sich damit und möchte auch mich dabei mit ins Boot nehmen.
00:31:07: Diese Ausstellung war wirklich einer der bestbesuchtesten, das glaube ich müssen wir zusätzlich zu dem Verwaltung mitnehmen und nutzen.
00:31:15: Erfahrungen in eine gesellschaftliche Debatte der Transformation bringen, denn es ist so dass Digitalisierung eine Transformation auch der Zukunft nicht nur in Wirtschaft sondern auch in Gesellschaft vornimmt.
00:31:29: und da ist es unsere Aufgabe genau zu schauen Wie kann ich welches Nutzerlebnis an welche Zielgruppe bringen?
00:31:36: Ich denke, Sie haben ganz tolle Beispiele.
00:31:38: Die zeigen die Akzeptanz kommt durch den Mehrwert, durch den Nutzen.
00:31:41: Wenn der Mehrwert für den Anwender da ist dann ist auch die Akzeptanz schnell da.
00:31:45: Ein großer Mehrwert unseres schönen Föderalismus ist ja auch dass man miteinander zusammenarbeiten kann und kooperieren kann.
00:31:53: Gerade die Länder haben das ja die Digitalminister der Lände Wanderjahr würde ich mal sagen letzten Jahr so ein bisschen Leading auch mit diesem eine vor alle Prinzip Und dass man versucht die Verwaltungsprozesse gemeinsam zu digitalisieren.
00:32:06: Da würde mich jetzt ganz spezifisch interessieren, wie arbeiten Sie bei dem Thema Open Source IT-Stack für die Verwaltung zusammen?
00:32:13: Gibt es da Zusammenarbeit zwischen den Ländern?
00:32:15: Tauscht man sich zumindest untereinander aus?
00:32:17: Inspiriert man sich?
00:32:18: und ja, wie funktioniert das?
00:32:21: Also wir haben mit Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern wirklich sehr intensive Austausche.
00:32:26: Übrigens nicht nur mit Kollegen in Ländern, sondern auch mit dem Bund also das gehört ja auch zu föderalen Ordnungen dazu übrigens auch mit den Kommunen Nicht nur mit den Kommunden in Schleswig-Holstein auch mit Kommunen in anderen Ländern die Anfragen Und wir da gern in Kontakt gehen.
00:32:44: Es vergeht im Grunde noch keine Woche wo ich irgendeine Anfrage von irgendwo her aus dieser Welt kommt, auch nicht nur aus Deutschland sondern auch aus Europa insgesamt übrigens nicht nur vom Verwaltungsbereich, sondern gerade auch aus der Wirtschaft.
00:33:00: Vom DAX-Konzern bis zum mittelständischen Unternehmen die sich mit diesen Fragen der Souveränität tatsächlich auseinandersetzen weil die Herausforderungen ich sagte das Eingangs sind identisch.
00:33:11: so jetzt darf man nicht vergessen wir haben in Schleswig-Holstein vor fünf sechs Jahren die Strategie im Grunde genommen auf den Weg gebracht und die Vorbereitung dazu getroffen, dass wir wirklich in den unterschiedlichen Bereichen mit der Migration starten könnten.
00:33:30: Man darf jetzt nicht erwarten, dass alle, die sich noch damals auf dem Weg gemacht haben sofort morgen anfangen auch Migrationsprozesse aufzusetzen.
00:33:39: Das geht ja gar nicht, weil es eben eine Vorbereitungsphase bedarf.
00:33:43: Die kann man abkürzen, denn unsere Blaupause... auch zur Verfügung stellen, weil wir das auch unsere Erfahrungen auch tatsächlich öffentlich machen bei so schönen Veranstaltungen wie heute aber auch schriftlich auf unserer Homepage und überall.
00:34:01: Und wir wirklich intensive Austausche gehen.
00:34:05: Das macht Spaß!
00:34:05: Wir sehen auch dass Länder in Teilbereichen Migrationsvorhaben starten um zu zeigen, dass digitale Souveränität für den einen oder anderen Bereich tatsächlich umgesetzt werden kann, haben wir ja auch gemacht.
00:34:20: Wir sind auch schrittweise vorgegangen und wir haben zunächst mal den IT-Bereich migriert.
00:34:23: Wir haben das getestet dann migrierte und dann sozusagen schrittweiße.
00:34:27: sind wir vorgegang Es nie geschafft, wahrscheinlich eines der weltweit größten Migrationsvorhaben im Bereich der IT, in den öffentlichen Verwaltungen In-Time umzusetzen mit der Migration von Microsoft Exchange auf Open Exchange.
00:34:44: Wir haben am zweiten April gestartet und ich habe kommuniziert dass wir Ende September des Jahres durch sein wollen.
00:34:53: Hab
00:34:54: eigentlich hätten wir mehr, vierzehn Tage mehr Zeit gehabt aber niemand weiter sagen das sag ich nur hier intern.
00:35:00: Vierzehn tage mehr zeit gehabt hat ein bisschen puffer reingestellt.
00:35:02: Wir haben am zweiten oktober das projekt abgeschlossen.
00:35:06: Sagen wir mal jemand von einer Wie wie ein eti-projekt in dieser Zeitspanne Von der dimension wo dass im time umgesetzt werden kann.
00:35:16: Das haben wir in einer öffentlichen verwaltung gemacht.
00:35:19: So und das zeigt Verwaltung kann innovationstreiber sein.
00:35:24: Und wenn wir das richtig anstellen, kann ein echter Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung der Digitalwirtschaft daraus erwachsen.
00:35:33: Die Frage war ja, wie arbeiten die Länder zusammen?
00:35:35: Wenn ich jetzt mal zurückschaue als ich in den letzten Jahren das nicht immer vergnügen, aber zumindest die Chance hatte einen Digitalminister aufzubauen.
00:35:44: Gab es vor allen Dingen das Gremium des IT-Planungstrates, die zusammensaßen und sich darüber auch verständigt haben, wie man als Länder im Thema IT zusammenarbeitet.
00:35:55: Wir haben dann in den vergangenen Jahren eine Digitalministerkonferenz auch als Fachminister zusammensitzen und das wiederum als Gremium mit dem IT-Planungsrat zusammenarbeitet.
00:36:10: Und ja vor knapp einem Jahr, Dirk haben wir gemeinsam in den Koalitionsverhandlungen des Bundes gesessen und haben uns überlegt was wir brauchen aber sicher war dass wir es brauchen ein Bundesdigitalminister.
00:36:23: Auch das haben wir jetzt so dass wir mit ganz vielen Themen zentraler, also zentrall aber auch gemeinsam diese vorantreiben können.
00:36:32: Und zusätzlich zum IT-Planungsrat die Digitalministerkonferenz einen Bundesdigitalministerium und auch ein Bundesfachausschuss respektive jetzt auch im Bundesrat haben so dass wir eine andere politische Wirksamkeit durch diese verschiedenen Gremien die wir haben auch in der Zusammenarbeit auf den Weg bringen können und ich empfinde es wirklich auch gerade mit dem Bundesdigitalminister und der Zusammenarbeit mit den Ländern als einen echten Mehrwert, sodass wir hier schneller vorankommen.
00:37:01: Wir waren uns jetzt im Altiplanungsrat, sind beim großen Schritt weitergekommen mit dem D-Stack wie wir da in die Umsetzung gehen.
00:37:09: Und insofern glaube ich haben wir im Digital Thema jetzt deutlich mehr Ebenen gefunden, indem wir zusammenarbeiten.
00:37:17: Unabhängig davon wird dann auch in solchen Gremien tatsächlich natürlich auch am Rande darüber gesprochen Wie wir kooperieren können?
00:37:26: ein gemeinsames Projekt zusammen.
00:37:28: Ein anderes Projekt mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wo es um die gemeinsame Nutzung von den LLMs geht so dass ich der Meinung bin das wir über die letzten Jahre eine Systematik auch auf politischer Ebene gefunden haben hier deutlich mehr voneinander zu lernen und in einen Prozess zu kommen wo am Ende des Tages Digitalisierung den Menschen nutzt und nicht umgekehrt.
00:37:50: und das ist unser Credo und das is unsere rote Handlungsleitfaden in unserer hessischen Digitalstrategie.
00:37:55: Das hat sich toll an, weil ich glaube das ist ja gerade die Idee des Wettbewerbs- und Föderalismus nicht nur gegeneinander sondern auch miteinander.
00:38:01: Sich inspirieren, Kooperationen definieren und dadurch gegenseitig Schwung halten unerreichen.
00:38:09: Und es hat sich auf den Bund übertragen.
00:38:11: der Digitalminister hier im Bund hat ja im Koalitionsvertrag auch den Auftrag einen sogenannten Deutschlandstack aufzubauen.
00:38:19: also all das was Sie hier diskutieren seit Jahren in den Ländern diskutieren, ist ja letztlich auch die Grundlage oder die Blaupause für das was hier auch im Bund umgesetzt werden soll.
00:38:30: Ja wir haben viel darüber diskutiert wie rückständig die Digitalisierung und der Verwaltung auch ist.
00:38:36: Das war lange Zeit ein Thema hier on stage aber man sieht auch eine
00:38:39: positive Entwicklung.
00:38:40: Dann
00:38:41: muss ich wieder sprechen dass ich glaube wir sind viel besser als wir es manchmal glauben
00:38:48: und
00:38:49: wir reden viel zu wenig darüber, was wir tatsächlich schon können.
00:38:54: Wir haben alle in unseren Verwaltungen in Hessen, in Schleswig-Holstein, im Nutzerkonto – wie sie es vom Onlinehändler her können!
00:39:02: Aber ich sage Ihnen, wir haben in Schlechtlich-Hollstein zweihundertdreißigtausend, zwehundertfünfzigtausende Leute auf dem NutzerKonto.
00:39:09: von drei Millionen Einwohnern.
00:39:10: Das ist zu wenig!
00:39:11: Wir haben tausend sechshundert
00:39:15: achtzig
00:39:15: Verwaltungsleistungen online, die sind landesweit verfügbar jeden Tag rund um die Uhr.
00:39:23: vierundzwanzig sieben.
00:39:24: wir haben Portal verbunden wo Sie eine Verwaltung Leistung aus Hessen auch mit Nutzerkonto bei Interoperabilität sich hergestellt haben auch verkninkt so dass das nicht immer vollständig so ist, wie wir uns das wünschen und dass wir viel schneller werden müssen dabei.
00:39:41: Und dass wir auch nochmal über Usubilität und Nutzerfreundlichkeit drehen müssen.
00:39:46: Meine Verwaltungsleistung genauso einfach bestellbar sein muss, wie ein Pullover beim Online-Händler.
00:39:52: alles unterschrieben.
00:39:54: Aber ich will schon mal sagen also, dass wir nichts haben stimmt auch nicht!
00:40:00: Insofern glaube Ich wünsche mir manchmal, dass wir ein bisschen positiver über das Reden haben und was wir können.
00:40:10: Damit Menschen auch noch mal daran glauben, dass sie ein ganz tolles Land sind und die Herausforderungen, die wir haben gemeinsam meistern können.
00:40:19: Das ist wirklich wichtig!
00:40:20: Genau darauf wollte ich hinaus Herr Schröter, wenn man Ihnen beiden zuhört und erlebt wie Sie sich einsetzen für Ihre Sache dann hat man ein gutes Gefühl, dass Wir eine große Transformation erleben Und dass es wichtig ist, darüber jetzt zu sprechen auch über die positiven Erlebnisse.
00:40:35: Es passiert sehr viel und das ist unsere alle Aufgabe hier natürlich als Digitalminister zu vorderst aber auch unsere als Bürger darüber zu sprechen und diese positiven Entwicklungen zu sehen.
00:40:44: Deswegen danke ich Ihnen sehr herzlich, dass Sie heute Abend hier unsere Gäste waren.
00:40:48: Das ist Ihr Applaus.
00:40:49: nochmal vielen herzlichen Dank!
00:40:57: Und dann bleibt mir zuletzt mich auch herzlich bei Ihnen zu bedanken, dass Sie diesen heißen Abend hier mit uns verbracht haben.
00:41:04: Nun kommt ja auch bald die Sommerpause, weshalb die Zahl der Veranstaltungen im Basecamp jetzt leicht abnehmen wird in den kommenden Wochen.
00:41:11: Ich bitte sie aber sehr herzlich oder animiere sie dazu unseren E-Mail Newsletter zu abonnieren Damit Sie nichts verpassen, es gibt die ein oder andere kleine Veranstaltung zum Thema KI.
00:41:21: Morgen hier zum Thema Telekommunikationsrecht mit Joachim Abmeyer, Berichterstatter für Telekomunikation aus dem Deutschen Bundestag und dann Ende August auch eine Veranstaltung mit den Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Berlin.
00:41:36: Damit starten wir nach der Sommerpause und ich lade Sie dazu herzlich jetzt schon ein.
00:41:40: Abonnieren Sie unsere Kanäle damit Sie die nächste Veranstörung nicht verpassen!
00:41:43: Vielen herzlichen Dank für Ihren Besuch heute Abend.
00:41:58: Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt Basecamp auf die Ohren digitales und Politik.
00:42:05: Bis dahin alles Gute und bleiben Sie mit uns
00:42:08: verbunden!
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