"Ein Date mit deinem Gehirn" mit Dr. Dr. Damir del Monte (Buchvorstellung)

Shownotes

In dieser Podcast Folge sprechen wir im Rahmen des Trend2Go! Events mit dem Neurowissenschaftler Dr. Dr. Damir del Monte über sein neues Buch „Ein Date mit deinem Gehirn – Wer die Hirnwelten versteht, braucht KI nicht zu fürchten“.

Über BASECAMP auf die Ohren – Digitales und Politik: Authentisch, inspirierend und mit Herz von uns für Sie! Der Live Podcast aus dem BASECAMP, der Plattform zum digitalen Vordenken und Machen in Berlin. Wir laden dazu Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien zu uns ein und diskutieren die wichtigsten Fragen über Digitales und Politik.

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00:00:05: Hallo

00:00:05: und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Basecamp auf die Ohren, Digitales und Politik.

00:00:12: Authentisch inspirierend und mit Herz – von uns für Sie!

00:00:17: Wir sprechen heute mit dem Neurowissenschaftler Dr.

00:00:20: Dr.

00:00:21: Damiel Del Monte über sein neues Buch Ein Date mit deinem Gehirn.

00:00:25: Wer die Hirnwelt hin versteht

00:00:27: braucht KI nicht zu fürchten.

00:00:30: Das Buch stellt eine einfache

00:00:31: aber

00:00:32: spannende Frage Was wäre, wenn wir unser eigenes Gehirn wirklich kennenlernen würden?

00:00:38: Es lädt zu einem ungewöhnlichen Date ein mit dem Organ das uns zudem macht was wir sind.

00:00:44: Sind Sie bereit für einen Date mit Ihrem Gehirnen?

00:00:46: Dann hören sie selbst!

00:00:48: Mein Name ist Nicole Niehaus-Lauk und ich wünsche Ihnen nun viel Freude am Zuhören

00:00:53: und beim Weiterdenken.

00:01:01: Hallo und herzlich willkommen hier bei uns im Basecamp.

00:01:04: So zahlreich, wir freuen uns sehr!

00:01:06: Und natürlich auch bei uns beim Livestream bei YouTube.

00:01:10: auch dort herzlich willkommen.

00:01:11: Schön dass Sie heute Abend alle hier sind.

00:01:14: Ich habe zum Einstieg eine Frage mitgebracht.

00:01:18: Wann hatten sie eigentlich ihr letztes gutes Date?

00:01:22: Einen Treffen, bei dem sie neugierig geworden sind, bei denen sie Neues entdeckt haben bei dem sie am Ende davon dachten, davon möchte ich unbedingt mehr erfahren.

00:01:33: Die meisten von uns denken jetzt wahrscheinlich an Kerzenschein ein nettes Restaurant und einen Gegenüber aus Fleisch und Blut.

00:01:41: heute Abend geht es allerdings um etwas ein etwas ungewöhnlicheres Treffen denn wir laden Sie heute Abend ein zu einem Date mit jemandem der sich ihr ganzes Leben lang schon begleitet.

00:01:52: Der jede Entscheidung beeinflusst der jede Erinnerung speichert, jede Emotion prägt und gerade in diesem Moment dafür sorgt das sie mir zuhören.

00:02:03: Hoffentlich!

00:02:07: Lassen Sie sich gesagt sein, die haben heute Abend ein Date mit ihrem Gehirn.

00:02:11: Eigentlich ist es sogar ein Blind-Date wenn man's ganz genau nimmt denn obwohl wir jeden Tag mit unserem Gehirnt verbringen wissen wir erstaunlich wenig über diesen faszinierenden Mitbewohner in unserem Kopf und dass ist merkwürdig.

00:02:24: eigentlich gerade heute Wenn wir Nachrichten schauen oder durch soziale Medien scrollen, begegnet uns überall ein Thema künstliche Intelligenz.

00:02:33: KI schreibt Texte, KI erstellt Bilder, komponiert Musik oder beantwortet unsere Fragen.

00:02:40: und da stellt sich bei uns schnell die Frage was bleibt eigentlich noch für uns Menschen übrig?

00:02:45: Und was macht uns eigentlich auch einzigartig?

00:02:49: Während wir die Welt auf immer neue Algorithmen blicken, blickt geraten die Fähigkeiten unseres Gehirns leicht in Vergessenheit.

00:02:57: Und genau deshalb freue ich mich auf den heutigen Abend, denn unser Gast beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit einer Frage die aktueller kaum sein könnte wie funktioniert unser Gehirn und was macht uns so einzigartig?

00:03:12: Wer könnte uns jetzt zu diesem Blind Date besser begleiten als unser Gast?

00:03:17: begrüßen Sie daher den Mann der dieses Treffen möglich macht.

00:03:21: Jetzt muss ich tatsächlich ablesen, er ist viel.

00:03:24: Er ist Neurowissenschaftler, promovierter Psychologe und Medizinwissenschaftler.

00:03:29: Klinisch ausgebildet im Psychotrauma- und Schmerztherapie Und dozent für funktionelle Neuroanatomie und Neurobiologie der Psychotherapie.

00:03:38: Und vor allem jemand, der die Gabe hat hochkomplexe Wissenschaft so zu erklären dass man sie versteht und richtig Lust darauf bekommt.

00:03:50: mit deinem Gehirn.

00:03:52: Wer die KI-Welten versteht, braucht die KI nicht zu

00:03:55: fürchten.".

00:03:55: Da nimmt ihr uns mit auf eine Reise durch die faszinierende Welt unseres Denkens, fühlen und handelns und zeigt warum wir den menschlichen Gehirnen vielleicht mehr zutrauen sollten als wir es oft tun.

00:04:08: Herzlich willkommen lieber Dr.

00:04:10: Dr.

00:04:10: Darmiel Del Monte!

00:04:11: Schön dass du da bist.

00:04:12: ich freue mich sehr.

00:04:21: Bevor wir starten mit unserem Date eine kurze Sache.

00:04:25: Wir lieben es.

00:04:26: alle, die sonst auch immer bei uns sind wissen dass wir lieben den Dialog.

00:04:29: Wir haben am Ende der Runde ein paar Minuten Zeit für Fragen entweder hier vor Ort oder auch natürlich digital über den über die Chat Funktion bei YouTube.

00:04:38: also hebt euch eure Fragen auf und wir haben am ende noch ein bisschen Zeit.

00:04:43: aber jetzt lassen sie mit dem Blind Date beginnen!

00:04:47: Lieber Damir Du lädst in deinem Buch zu einem Date mit unserem Gehirn ein.

00:04:53: Stellen wir uns vor, dass dieses Treffen tatsächlich stattfindet?

00:04:57: Was wäre die erste Frage – die erste kluge Frage –, die wir unseren Gehirnen stellen sollten und was würde uns am meisten überraschen?

00:05:11: Ich fahre gleich so viele Fragen ein!

00:05:15: Die erste Frage wäre... wie das Bild der Welt in dir entsteht.

00:05:28: Und diese Antwort wäre auch wahrscheinlich die größte Überraschung, weil die Welt im Kopf nicht so entsteht, wie wir es intuitiv annehmen.

00:05:44: und das war so in meiner Forschungszeit so der erste Moment wo ich dachte So kommt die Welt in den Kopf?

00:05:55: Es war so kontraintuitiv, dass ich glaube das die spannendste Frage ist und wahrscheinlich auch dort das Gehirn die spannendster Antwort für uns bereit hielte.

00:06:06: Wie kommt denn die Welt in unseren Kopf?

00:06:11: Will ich mal kurz ausholen?

00:06:13: Also in Kurz!

00:06:17: Da draußen ist ein Reiz der von außen auf uns einwirkt.

00:06:21: wir nehmen den auf mit den Sinnesorganen, die werden dann in sensible Impulse übersetzt und die gelangen zum Gehirn.

00:06:30: Dort wird das dann quasi sortiert, kategorisiert, eingeordnet bewertet und abgespeichert.

00:06:36: Genauso läuft es nicht!

00:06:41: Das heißt was das Gehirne die ganze Zeit in uns allen macht ist?

00:06:47: In jedem Augenblick baut das Geirn eine Vorhersage auf gleich geschehen.

00:06:56: Und diese Vorhersage wird in meinen Augen bis heute noch nicht so richtig wertgeschätzt und jede Macht noch nicht zu wirklich, glaube ich von vielen Menschen erfasst.

00:07:07: also mein Gehirn baut eine Vorhnersage auf die Reize von außen kommen treffen auf dich vorhersagen alles völlig unbewusst.

00:07:17: Erst aus einem Matching-Prozess dieser beiden wird statistisch hochgerechnet und dann daraus die Wahrnehmung erzeugt.

00:07:25: Also, Wahrnehnung ist immer Vorhersage plus Reiz in einer bestimmten Konfiguration dann ausgearbeitet, Schwerpunkte werden gesetzt und daraus erwächst dann erst der Wahrneemungsakt.

00:07:39: also im Wahrneimungsakt ist unvorstellbar viel von mir selbst beinhaltet.

00:07:47: Und das erleben wir aber nicht so, wir erleben es so als hätten wir die ganzen Reizungen von außen gerade empfangen.

00:07:52: So ist die Welt!

00:07:54: Ich öffne meine Augen und da liegt sie vor mir.

00:07:58: Das Angetroffene sagt ja mal ein großer Psychologe.

00:08:02: Es ist eben nicht das Angetrockene, es ist das Konstruierte und ein großer Teil des Konstruktionsaktes wird gespeist aus meiner Vorerfahrung aus meinen Modellen der Welt.

00:08:18: Und das glaube ich ist ein so wichtiger Punkt, dass sich nicht müde werde darauf hinzuweisen und gleich wird es noch spannender.

00:08:25: was machen wir dann?

00:08:25: gleich zur nächsten Frage.

00:08:28: Okay,

00:08:29: lass uns doch mal einen Schritt zurückgehen weil das fand ich sehr spannend.

00:08:31: in deinem Buch du beschreibst unser Gehirn als ein Ergebnis eines langen evolutionären Abenteuers, was ich schon mal sehr großartig finde.

00:08:40: Und dann schreibst du sinngemäß der Fortschritt begannen nicht als wir aufrecht gelaufen sind oder was auch immer sondern als jemand neugierig genug war zu fragen Was passiert eigentlich wenn mir das Mammut ins Feuer liegen?

00:08:53: So

00:08:53: Was genau meinst du damit?

00:08:56: Und welche Rolle spielt denn dabei eigentlich Neugier und Experimente für die Entwicklung unseres Gehirn.

00:09:02: Und was bedeutet das dann wiederum?

00:09:05: vielleicht auch der Umgang mit Technologie- und KI?

00:09:11: Also, wenn wir ... Das Mammut war natürlich eine Anspielung darauf, dass tatsächlich vor einigmal fünf Millionen Jahren der Homo erectus das Feuer zähmte Und das ermöglichte eine systematische Bearbeitung von Nahrungsmitteln und das ermöglichte eine unheimliche Effizienzsteigerung in der Aufnahme von Nährstoffen.

00:09:34: Da begann auf einmal ziemlich stark, dass Wachstum des Gehirns nach oben zu gehen.

00:09:39: also die Verarbeitung von Naherung war ein wichtiger Aspekt durch andere flankiert noch aber es war ein wichtiges Aspekt.

00:09:48: wenn wir jetzt die Entwicklung nach vorne spulen, dann müssen wir ja zur Kenntnis nehmen dass vor siebzig tausend Jahren es wahrscheinlich etwa sechs Menschen Gattungen auf der Welt gab.

00:10:00: Deshalb sind wir als einzige üblich geblieben und es durch Spangen zu schauen.

00:10:05: was kann könnte das sein?

00:10:07: Und auch klar spekulieren wir dabei natürlich auch.

00:10:10: aber es gibt schon einige Hinweise die zeigen dass der Homo sapiens einiger Aspekte doch in sich trug die ihn besonders gemacht haben.

00:10:22: Und ein Aspekt natürlich, die Sprache, die bei uns besonders elaboriert war.

00:10:27: vor hundertzwanzigtausend Jahren gab es dort mal so einen kleinen Quantensprung und das hat dann so vor siebzig-achtzigtausenden Jahren begann dass wir sehr viel systematischer Gemeinschaften bilden konnten, uns organisieren konnten, Geschichten erzählen konnten, relative Aufbauern konnten usw.. Und das war ein ganz wichtiger Pushfaktor für die Entwicklung, aber vor fünfzigtausend Jahren begann der Homo sapiens sich auszubreiten und in zehntausend Jahren haben wir fast den gesamten Erdball bevölkert.

00:11:03: Das gab es noch niemals vorher in der Evolution.

00:11:06: auch der Neanderthaler ist gewandert Aber keine andere Menschengattung ist so intensiv und überall hingewandert Und dieser Faktor der Neugier scheint da ein besonderes Momentum gewesen zu sein.

00:11:23: Also, das sagt sich immer so einfach.

00:11:25: aber man schaue sich die Osterinseln an tausende von Seemeilen nur Wasser.

00:11:30: wie kamen die ersten Menschen dorthin vor fünftausend Jahren?

00:11:35: Ein Stück Holz unter sich und drauf losgepaddelt nach dem Motto ja mal schauen ob da irgendwie nach tausend Kilometern noch was kommt?

00:11:47: größtenteils Fahrten ohne Rückfahrt-Ticket, die meistens in den Tod gepaddelt.

00:11:52: Aber sie haben nicht aufgehört zu paddeln.

00:11:54: Dieser Energie zu schauen was ist hinter der nächsten Grenze?

00:11:58: Hinter der nächsten Ecke?

00:12:00: Was ist hinter dem nächsten Hügel?

00:12:01: Scheint bei uns besonders ausgeblickt so sein dieser Wunsch man kann es nur biologisch bedründen aber auch ein Soziologe Hartmut Rosa nannte es Die Welt verfügbar machen und da haben wir einen unheimlich starken Antrieb in uns.

00:12:17: Also dieser Wunsch über unsere eigenen und auch äußere Grenzen zu gehen, das scheint uns doch sehr stark wenn man so möchte auszumachen.

00:12:28: Haben wir die Neugierde noch oder ist sie verloren gegangen?

00:12:30: Wir haben sie glaube ich sehr wohl noch.

00:12:32: aber natürlich kann man diese sich ja auch abtrainieren denn jetzt müssen wir eins auch gleichzeitig sehen.

00:12:39: dieses Belohnungssystem was uns nach vorne treibt was uns hinaus ziehen lässt ist zugleich ein System, das auch sehr adaptiv ist.

00:12:50: Also das heißt wenn ich zum Beispiel eine Belohnung erhalte es fühlt sich unheimlich schön an doch wenn diese Belohnungen wiederholt wird über und immer wieder dann adaptiert mein System.

00:13:05: also das heißt Freud wird der Spruch in den Mund gelegt Auch das größte Glück stirbt am Ende an sich selbst weil es eine Art von Adaptation gibt.

00:13:18: Wir brauchen die Lebendlichkeit, wir brauchen es auch offen zu sein und unseren Blick ab hin zu neuen Dingen zu wenden.

00:13:26: Also wir können das quasi nicht als Dauerbetrieb laufen lassen, sondern das System möchte schon auch Neues entdecken und es möchte auch scheitern können.

00:13:38: Wenn der Sieg mir gewiss ist, sagt das Gehirn, da habe ich keine Energie mehr!

00:13:44: also geht das Dopamin runter.

00:13:46: Also es heißt diese Nuancen von etwas mir, etwas erringern, etwas vollenden, etwas erkämpfen und dann den Sieg davon tragen, dass mag das Gehirn unheimlich.

00:14:00: Das finde ich sehr spannend.

00:14:04: Historisch gesehen wurde das Gehörn immer mit der modernsten oder mit den modernsten Technologien seiner Zeit verglichen, ob das die Dampfmaschine war oder der Computer.

00:14:13: Oder jetzt auch KI?

00:14:16: ist dieser Vergleich eigentlich überhaupt zulässig?

00:14:18: Also

00:14:19: d.h.,

00:14:20: worin unterscheidet sich die menschliche Intelligenz fundamental zur künstlichen Intelligenze?

00:14:27: Kannst du

00:14:28: das sagen?

00:14:31: Ich mach's mal an ein zwei Beispielen

00:14:34: fest.

00:14:35: Nehmt mir das Beispiel Lernen im Sinne von wie sammeln wir Informationen, Datenfakten?

00:14:42: Eine KI lernt vor allem erst mal, zunächst einmal additiv.

00:14:47: Und das ist ihre Stärke!

00:14:48: Sie kann unvorstellbare Datenmengen aneinanderweihen und dann kann sie sich eben später hoffentlich einen Überblick machen auch Zusammenhänge entdecken die wir vielleicht gar nicht so leicht erfassen könnten.

00:15:00: Aufgrund dieser unvorstehbaren Datenmängen.

00:15:04: unser Gehirn lernt anders.

00:15:05: Das heißt bei uns gehört es vergessen zum Lernen.

00:15:10: Weshalb?

00:15:11: Weil beim Lernprozess bemüht sich das Gehirn Prinzipien herauszuarbeiten.

00:15:18: Zusammenhänge herzustellen.

00:15:20: Das heißt also, wenn wir nachts... Wir haben ein schönes Hirnteil, das nennt man die Hippokampus, der also nachts dafür sorgt dass das neu erworbene Wissen dann nachts rüber gespielt wird auf die Gedächtnissebene der Großjernrinde.

00:15:36: Und dabei wird eben nicht nur einfach additiv dran gesetzt, sondern das Neue wird dann quasi in das andere hineingeschoben integriert und dabei werden noch Dinge wieder fallen gelassen, damit das Ganze eine sinnhafte Gestalt ergibt.

00:15:51: Dabei versucht das Gehirn zu schauen, ob es Zusammenhänge Prinzipien ableiten kann die dann verallgemeinbar sind.

00:15:59: Die anwendbar sind in anderen Kontexten.

00:16:02: also unser Gehirn ist nicht auf Masse programmiert sondern vor allem auf Prioritätensetzung Prinzipien verstehen zusammenhänge erfassen und wissen so formieren dass das übertragbar ist auf andere Kontexte.

00:16:18: und das sind also völlig verschiedene Lernformen.

00:16:22: Das wäre ein Einfaktor zum Beispiel.

00:16:24: Und das Schöne ist bei uns geht es sogar im Schlaf, also man kann... Es gibt wunderschöne Studien da haben Menschen das gelernt und die Lernaufgabe war so definiert gemacht und so konstruiert, dass es einen Grundprinzip, also einen Zusammenhang, eine Art ja ein Prinzip gab es bei der Aufgabenstellung.

00:16:44: Das aber war nicht so leicht erkennbar.

00:16:47: Also hat man sich den Fakten beschäftigt, wenn danach die Probanden

00:16:52: schön schlafen

00:16:53: durften

00:16:54: und

00:16:55: lange Tiefschlafphasen hatten.

00:16:57: Hatten sie am nächsten Morgen das Prinzip... Das ist über Nacht quasi beim integrieren, gab es einen Erhalte-Faktor.

00:17:06: Am nächsten Morgen geht man in die Aufgaben und die sagen hey, das sind das Prinzip dahinter!

00:17:12: Und die, die den Tiefschlaf nicht hatten nachts, hatten das Prinzip nicht.

00:17:16: Also hat man das doch früher in der Schuhe, da haben wir gesagt ich legt das Buch unter das Kopfkissen damit ihr am nächsten Morgen weiß was drinsteht.

00:17:22: Hat funktioniert!

00:17:23: Genau.

00:17:24: Sinnbild dich ja aber es war von großem Vorteil wenn das Buch vorgelesen wurde.

00:17:30: Okay, okay.

00:17:34: Tamir du hast ein Untertitel für dieses Buch gewählt.

00:17:38: Der lautet wer die Gehirnwelten versteht braucht die KI nicht zu fürchten?

00:17:42: Was meinst du genau damit?

00:17:49: Natürlich muss man bei einem Titel auch ein klein wenig, wie soll ich sagen, zuspitzen.

00:17:57: Ich wollte damit auf gar keinen Fall das Thema reduzieren oder ich wollte die KI nicht damit trivialisieren oder behaupten wenn das Gehirn versteht dann ist alles andere toll und gut und super.

00:18:14: Das wollte ich damit nicht gesagt haben aber was sich damit ausdrücken wollte.

00:18:19: Das ist tatsächlich meine Überzeugung, dass wenn wir KI die KI Entwicklung jetzt ernst nehmen sie wird die Welt unsere Lebenswelt komplett wandeln und wenn wir mit ihr gut umgehen können wollen ist die Grundvoraussetzung uns selbst zu verstehen und gut mit uns selbst umzugehen.

00:18:45: das heißt also Nehmen wir ein paar Beispiele, das Thema Aufmerksamkeit.

00:18:51: Wie funktioniert meine Aufmerksamkeit?

00:18:54: Wenn ich das nicht verstanden habe dann werde ich mich von jeder auch noch so primitiv aufgebauten algorithmischen Ordnung ständig verführen lassen.

00:19:06: aufgebaut, dass wir ein System haben in uns.

00:19:09: Was nennt man das Allianzsystem?

00:19:11: Dass immer anspringt wenn etwas Neues erscheint.

00:19:14: Etwas was etwas Neuses bringen könnte vielleicht was Schönes oder was Gefährliches aber was Neues und darauf reagieren wir automatisch und zwar völlig auch ohne bewusste Steuerung.

00:19:26: zum Beispiel wenn ich jetzt wahrscheinlich sitze und du würdest jetzt bewegen dann kommt dieser Impuls von dir über die Retina über den Netzhaut in das Mittelhirn viel schneller als die Großhirntrinde.

00:19:41: Das Mittelhirnte gibt so einen kleinen Hügel, der heißt Coliclo Superior, damit auch alle wissen was ich ateinisch kann und dieser Hügel entscheidet dann endlich hin!

00:19:52: Da könnte

00:19:52: was Neues sein.

00:19:53: Und das tue ich, bevor mein Cortex also meine großen Rinde überhaupt mitbekommen hat dass da irgendwas geschieht.

00:20:01: Also unser ganzes System ist darauf aufgebaut schnell reagieren zu können Auf neues was eben auch evolutionär gesehen Potenziell gefährliches seien könnte.

00:20:11: und wenn ich jetzt zum Beispiel Algorithmen so organisiere dem Nutzer ständig das Gefühl vermitteln, da ist noch was neues.

00:20:23: Da ist noch etwas zu holen und da gibt es noch was.

00:20:26: Und da könntest du etwas verpassen!

00:20:28: Das ist genau das System, was dann in mir immer wieder hoch fährt.

00:20:32: Dann lasse ich mich auch davon natürlich sehr gern lenken weil wir darauf ausgerichtet sind.

00:20:38: Deshalb ist es wichtig zum Beispiel Aufmerksamkeitsprozesse gut mit sich selbst, um in sich selbst zu kennen und auch ein Stück autonom beherrschen zu können.

00:20:51: Weil sonst bin ich, laufe ich gefahren in einer digitalisierten Welt das Aufmerksamkeitsräuber ständig mich doch irgendwie erhaschen Und ich bin immer dabei irgendwo anders gerade hinzu streben.

00:21:07: Wir brauchen eine Lernforschung, die Zahlen sind immer so ein klein wenig mit Vorsicht zu genießen aber wir gehen davon aus dass wenn ich jetzt einen Lernprozess oder einen Arbeitsprozess starten möchte also ich habe jetzt eine Arbeit im Büro holen mir den Ordner schlagte ihn auf dann dauert es ungefähr sieben acht Minuten bis ich sozusagen sein Modus komme das ich jetzt wirklich lernbereit bin Und dann beginnt das Ganze erst richtig.

00:21:35: Wenn wir aber am Tag alle Studien, die wir jetzt kennen... Die Frage war wie häufig schaut ein Mensch im Laufe eines Tages auf sein Smartphone?

00:21:47: Dann sind die niedrigsten Werte bei den Studien, die niedrigsten bei achtzigmal am Tag.

00:21:55: Es geht hoch bis zweihundertvierzig mal am Tag!

00:21:57: Also wenn ich sieben acht Minuten benötige um überhaupt in einen aktiven, bewussten Prozess des Lernens hineinzukommen und des Arbeitens.

00:22:07: Ich aber achtzigmal Mindestens am Tag auf mein Smartphone schaue, denn ist die Frage wie viele acht Minuten Sequenzen werde ich haben im Laufe eines Arbeitstages?

00:22:17: Und da ist eine Gefahr!

00:22:19: Die Gefahr ist dass wir uns führen lassen.

00:22:22: also auch das glaube ich etwas was vielen auch nicht bewusst ist.

00:22:25: nehmen wir nur unsere Wachzeit Die Wachzeit des Menschen im Laufe eines Tages.

00:22:31: Von dieser gesamten Wachzeiten sind wir nur dreißig bis vierzig Prozent.

00:22:36: Ich habe in meinem Buch war ich sehr vorsichtig, weil die Zahlen ein bisschen variieren.

00:22:40: Da hab' ich nur fünfzig gesagt.

00:22:41: Aber ich wollte auch immer sicher gehen.

00:22:43: Nach der neuesten Daten geht es in Richtung siebzig Prozent!

00:22:46: Siebzig prozent unserer Wach Zeit laufen wir entweder im Automatismus oder im Default Mode, also in einem Art Tagtraum-Modus.

00:22:57: Also wir dösen so ein bisschen zombiehaft durch die Gegend.

00:23:00: Das heißt nur maximal dreißig Prozent der Wachzeit.

00:23:04: sind wir autonom!

00:23:07: Es ist nicht viel.

00:23:08: und wenn diese dreizig Prozent jetzt noch zerlegt werden von kleinen Algorithmen, die ständig sagen hier gibt es noch was Neues, noch was Schönes dann wird der Anteil, in dem ich intenzional autonom bewusst entscheide das möchte ich jetzt tun.

00:23:27: Wird immer geringer und das wäre schade finde ich.

00:23:31: Also das heißt ja eigentlich dass wir gar keine Zeit mehr haben neugierig zu sein am Ende des Tages weil wir ja ständig abgelenkt sind und unsere Aufmerksamkeit von allen sozialen Medien dieser Welt irgendwie genommen wird.

00:23:45: Ich meine, die Algorithmen spielen ja damit am Ende des Tages unser Vorher-Sage-Generator-Gehirn zu beeinflussen.

00:23:55: Ja.

00:23:56: Entschuldigung.

00:23:58: Und so, jetzt habe ich eine Frage verloren, Entschulung!

00:24:02: Genau.

00:24:02: also wenn wir dann aber keine Zeit mehr haben neugierig zu sein werden wir uns auch im Zweifel nicht weiterentwickeln können?

00:24:10: Also das heißt wie, wenn wir bei dem Thema jetzt schon sind.

00:24:15: Wie gucken wir oder schauen wir dass die digitale Welt, die wir ja als zunehmend laut und auch überfordernd empfinden, dass wir sie für uns angenehmer machen?

00:24:27: Und uns eigentlich dann auch selbst vor sowas wie den digitalen Burnout schützen?

00:24:33: Ich glaube es braucht... Dieses Wort klingt wahrscheinlich ein wenig ausgelutscht.

00:24:38: Ich riskiere es trotzdem, das braucht mehr Bewusstheit mit dem eigenen Inneren agieren.

00:24:45: Das heißt also dass wir nicht uns ständig passiv führen lassen sich bewusst entscheide was möchte ich jetzt tun worauf möchte ich mich jetzt konzentrieren und dass ich auch lerne.

00:24:57: Es geht ja nicht darum mich das Ansinnen meines Buches, die KI zu verteufeln.

00:25:03: Ganz im Gegenteil es geht darum aber sie so zu nutzen dass ich mich mit ihr entfalte und lerne um mich in einer Art Ko-Evolution entwickele.

00:25:14: auch und das wird nicht geschehen werde ich mich passiv nur führen lasse wenn du mir erlaubst Nicole wir hatten das Beispiel mit der Vorhersage für das Lernen.

00:25:23: das wird der nächste Punkt zum Thema lernen KI Mensch der größte Lernimpuls, den wir Menschen haben.

00:25:30: Das ist der berühmte Vorhersagefehler.

00:25:33: Also das heißt mein Gehirn baut dieser Vorhnersage auf.

00:25:36: wenn der Reiz, der von außen kommt einigermaßen matcht dann läuft er einfach durch.

00:25:42: Da passiert gar nichts.

00:25:43: ganz wichtig deshalb pro Sekunde erreichen dass Gehirne elf Millionen bits Informationen pro Sekund.

00:25:52: von denen können wir nur gerade fünfzig bis sechzig bits bewusst verarbeiten.

00:25:58: eine dramatische Selektion.

00:26:01: Und wenn das geschieht, was mein Gehirn eh erwartet, dann braucht es nicht noch mehr Energie und Aufmerksamkeit.

00:26:10: Das läuft dann so durch einfach ja?

00:26:13: Aber jetzt kommt's!

00:26:14: Wenn es nicht ganz in Passung geht, dann kommt der vorher sage Fehler.

00:26:19: Und der vorher sehr gefehler sagt hey langsam dein Modell... Wir haben ja ein Modell der Welt Und auch ein Selbstmodell in uns.

00:26:28: Deine Modelle scheinen gar nicht ganz auf der Höhe zu sein, denn du hast gerade schlechte Vorhersagen gemacht und das ist die Einladung der Evolution, um die Modelle zu erweitern.

00:26:42: Das heißt, der Prediction Error ist ein ganz wichtiger Lernimpuls für uns.

00:26:46: Wir reiben uns damit an der Welt!

00:26:48: Es ist anders als ich dachte – und das motiviert mich hoffentlich, so sollte es sein, an meinen Modellen zu arbeiten.

00:26:55: Nutzen wir jetzt die KI so, dass wir quasi uns überhaupt keine eigenen Denkräume mehr gönnen.

00:27:03: Sondern jede Frage!

00:27:04: Sobald sie uns irgendwie nur gerade aufscheint sofort rein in den Prompt.

00:27:11: Dann entwickeln wir keine Vorhersagefehler und damit bekommen wir keine Lernimpulse.

00:27:17: Es gab dazu eine wundervolle Studie, man hat zwei Gruppen gehabt, die hatten eine Aufgabe zu erfüllen, KI die anderen ohne.

00:27:26: Die Gruppe mit KI war schneller fertig, hat eine schönerer Ausarbeitung der Text war schöner gestaltet und alles war toll.

00:27:37: aber die beiden Gruppen wurden sechs Wochen später nachgetestet.

00:27:41: Die KI-Gruppe die also toll gemacht hat und toll wunderschön hergezaubert hat, hat kaum noch gewusst was sie eigentlich gemacht haben.

00:27:49: die anderen konnten alles noch aufsagen.

00:27:52: Es zeigt, dass wir müssen uns auch als Gadas-Homo sapiens umzulernen an der Welt reiben.

00:28:01: Deshalb sind diese Vorhersage Fehler so wichtig für uns weil sie uns stimulieren und das Thema jetzt musst du mich aber stoppen wenn es jetzt an der Stelle zu viel wird?

00:28:10: Du stoppsst mich einfach dann ja!

00:28:12: Ich würde dich stoppen!

00:28:13: Weil deshalb ist es so wichtig.

00:28:17: Es gibt gar jetzt ganz aktuelle Arbeiten, die herausarbeiten dieser Vorhersagen und den Umgang dann mit den Vorhnersagefehlern nochmal ganz neu aufgestellt haben.

00:28:33: Also mit hoher Mathematik.

00:28:35: Carl Friston einer der Gottväter der Hirnforschung ist hier einer der Hauptautoren Und die haben jetzt ein neues Modell.

00:28:45: Man muss sich nämlich eins vorstellen Diese Vorhersagefehler betreffen ja alle Bereiche.

00:28:50: Also auch zum Beispiel, ich merke jetzt, ich habe ein Weltmodell in mir, es geschieht aber etwas draußen oder ich werde mit Informationen konfrontiert die gegen mein Modell gehen.

00:29:00: Wie gehe ich damit um jetzt?

00:29:02: Und noch einmal der vorherrsige Fehler ist eine Einladung der Evolution Betrachterin-Modell.

00:29:11: Aber es gibt einen Ambivalenz, in dem wir hier stecken nämlich Ich müsste jetzt aber ein eigenes Modell hinterfragen und eventuell revidieren oder zumindest adaptieren.

00:29:23: Die Modelle, die ich einmal aufgebaut habe geben mir auch Sicherheit und Stabilität.

00:29:30: Gar wenn es um das Selbstmodell geht!

00:29:32: Wer von uns hat es gern, wenn ich jetzt ein Bild meiner selbst habe?

00:29:37: Und jetzt kommt jemand und sagt, du bist ganz anders.

00:29:40: Wenn ich sage, ich bin ein geduldiger Mensch und liebevoll... Und kommt jemand, der ein einigermaßen kennt und sagt nö.

00:29:47: Weil du bist so'n Sack!

00:29:51: Das heißt in dem Moment wo mein Selbstmodell tangiert ist macht das auch unsicher.

00:29:57: Also haben wir jetzt das Problem Während wir die Vorhersagefehler haben Wenn ich das Modell nicht anfasse Sondern ich lasse den Vorhiersagefehle Dann werden diese sich wiederholen.

00:30:08: Die Vorhairsagefehlers Das macht Unsicherheit Die ich aber an das Model um es zu verändern macht das auch Unsicherheit.

00:30:16: Aber diese zweite Unsicherkeit, die müssen wir aushalten!

00:30:20: Die müssen wir aushalten weil nur dann können wir lernen und uns weiterentwickeln.

00:30:26: so jetzt kommt der neue Arbeit.

00:30:28: die zeigt nämlich es gibt zwei Netzwerke im Gehirn die entscheiden darüber.

00:30:35: wenn erst eine Netzwerk aktiviert wird Dann werden die vorher sagen stärker gewichtet.

00:30:42: Im Sinne von ich vertraue oder das System vertraut mehr den Vorhersagen und ein zweites System, das sagt dann nein!

00:30:54: Ich trau den Vorher sagen nicht, ich traue mehr den Reizen also achte mehr auf die Reize.

00:31:00: Der spannende ist dass diese beiden Systeme am effizientesten arbeiten wenn sie im Gleichklang beide parallel schwingen.

00:31:12: Weil da haben wir beides.

00:31:13: Da haben wir nämlich sowohl das Vertrauen in die Modelle wie auch die Bereitschaft, die Reize sehr wohl ernst zu nehmen.

00:31:21: So und jetzt kommt meine Hypothese Wir sind gespannt.

00:31:26: Jetzt wirklich spannend Wenn Sie sich heute Abend etwas mitnehmen Nehmen sie bitte diesen Satz jetzt mit wenn wir dieses Netzwerk aktivieren dass die Vorhersagen stärker gewichtet.

00:31:45: Das macht ein angenehmes Empfinden

00:31:48: in uns.

00:31:50: Und wenn das sehr angenehm ist, dann gewichten wir das sehr stark und wenn jetzt Reize von außen kommen die dazu nicht passen, dann werden sie als Rauschen einfach abgetan.

00:32:04: Und das bedeutet ich setze jetzt mein ganze Kraft meine ganze quasi Gewichtung in meine Modelle.

00:32:18: In einer solchen Epoche leben wir in meinen Augen, wo wir ehrlich sind sehr wohl bei sehr vielen Menschen eine gewisse Unsicherheit vorherrscht.

00:32:27: Vieles ist unsicher gar in der Welt und in solchen Zeiten ist das Aufmachen des Netzwerks dass die eigenen Modelle besonders schützt, besonders angenehm weil es mir eine Art Reststabilität gibt oder ein Wohlgefühl wenn ich wie beim Modellenkonform gehe was aber den Nachteil mit sich bringt, dass ich rabiat die Reize von außen, die nicht in mein Modell passen abwerte als Rauschen deklariere und damit bleibe ich in meinen Modellen verfestigt.

00:33:04: Und damit nehme ich mir die Chance meine Modelle weiterzuentwickeln, mich an eine Welt anzupassen die sich stetig wandelt und in dieser Gefahr stecken wir gerade in meinen Augen.

00:33:17: Weil eine Welt, die so viel Unsicherheit mit sich bringt verführt Menschen dazu an den Modellen festzuhalten, die sich etabliert haben, die mir ein Stück Sicherheit schenken und die sich gut anfühlen.

00:33:29: Und dann herrscht zu einem wenig der Leitsatz vor mein Modell ist richtig, nicht die Realität.

00:33:39: Und das ist auf Dauer für eine Gesellschaft eine gefährliche Entwicklung.

00:33:46: Wir müssten uns eigentlich schneller weiterentwickeln um überhaupt Schritt halten zu können als langsamer am Ende des

00:33:53: Jahres und mutig sein.

00:33:54: Mutig sein in dem Moment wo ich merke meine Vorhersagen fangen die Welt nicht mehr ein dann den Mut zu haben, immer wieder die eigenen Modelle kritisch zu hinterfragen.

00:34:08: Also nicht dogmatisch werden, nicht patou festhalten sondern immer den Mut in mir bewahren unter meinen eigenen Füßen auch zugraben.

00:34:21: und wer das nicht vermarkt wird auf Dauer ein hohen Preis zahlen.

00:34:27: Wer es aber schafft Der wird Unsicherheiten durchleben, auch mal vielleicht eine Kränkung oder Verletzung.

00:34:34: Aber er wird auch belohnt werden in meinen Augen.

00:34:37: Nämlich mit einer adäquateren Darstellung der Welt in sich und hoffentlich mit einem tieferen Verbindung zu sich selbst.

00:34:52: Weil ich dann auch mit mir selbst mehr Incoherenz und Stimmiger

00:34:56: bin.".

00:34:57: vor allen Dingen, wenn ich verstehe wie mein Gehirn funktioniert.

00:35:00: Ich bin übrigens sehr froh dass mein Gehör das alles selber macht und nicht es nicht alles beeinflussen kann.

00:35:07: Wenn ich meinen Gehirnen... Und das passt glaube ich dann auch ganz gut zum Ursprung der Frage warum du diesen Titel wahrscheinlich gewählt hast.

00:35:12: Wer die Gehirnewelten versteht braucht die Kei nicht zu fürchten.

00:35:15: Das heißt wenn ich meine Gehirnhwelt besser verstehe und weiß worauf ich reagiere und dass sich eigentlich nicht den einfachen Weg sondern vielleicht den etwas komplizierteren Weg also einen neuen Reiz nehmen soll um eben in der neuen in der neuen Welt zu bestehen macht das ja Sinn, auch wenn es anstrengend ist.

00:35:31: Absolut!

00:35:34: Ich würde gerne noch einen Punkt besprechen weil ich es einfach ganz großartig in diesem Buch fand und zwar du schreibst Das Gehirn ist keine Rechenmaschine sondern es ist ein Resonanzkörper.

00:35:46: Ich fand diesen Vergleich ganz schön.

00:35:48: was bedeutet das konkret?

00:35:51: Und warum macht gerade diese Fähigkeit uns als Mensch so besonders.

00:35:57: Ich habe mir dazu, in Klammern dazu geschrieben den neuronalen Tanz der Gehirne.

00:36:01: ich fand es einfach wahnsinnig schön.

00:36:03: Dankeschön!

00:36:11: Wenn wir jetzt alle nichts tun würden?

00:36:14: Wir würden hier sitzen oder den Blick über die Ferne schweifen lassen und wirklich nichts tun.

00:36:22: In dem Moment wäre unser Gehirn hoch aktiv Und das Netzwerk, was dann aufscheinen würde, das nennen wir das Ruhe-Netzwerk oder die Photomode-Netwerke.

00:36:31: Das haben wir also alle.

00:36:33: Also wenn wir nichts tun ist das hochaktiv.

00:36:37: Das ist unser Ruhemodus.

00:36:39: Demnach gibt es keinen Ruhermodus.

00:36:42: Auch der Ruhremodus ist ein Hochaktiver.

00:36:45: Aber dieser Ruhmodus ist sehr zentral in der Hirnforschung.

00:36:49: untersuchen wir den sozusagen jetzt bei... immer mit, weil der sich auch immer mit verändert bei allen psychischen Störungen zum Beispiel.

00:36:57: Der ist immer auch diese Grundmelodie die jeder und eine jede von uns hat wird dann mit verändert.

00:37:03: Und dies also immer da, immer aktiv, immer in der Welt.

00:37:09: Also man könnte es sich ja auch so vorstellen wenn ich jetzt mir das Gehirn als Auto vorstellen würde.

00:37:16: Wenn ich das Autofahrtür habe Beim Auto ist es so, das steht draußen.

00:37:22: Ich gehe morgens aus dem Haus, ich schmeiß das Auto an und dann fahre ich los von Null in hoch.

00:37:31: Das Gehirn wäre in dieser Analogie... ...ich gehe aus dem, ich ziehe das im Haus heraus und mein Auto fährt schon im Kreis ums Haus herum.

00:37:41: also mein Hirn ruht nie!

00:37:43: Es ist immer in seinem Grundrhythmus schon da.

00:37:46: was wir jetzt tun können isst Wir hüpfen ins Auto Und dann können wir modulieren, mehr Gas oder weniger Gas.

00:37:53: Aber das Gehirn ist immer schon aktiv und dieser Ruhemodus ist eine Art von Netzwerk- und Grundfrequenz.

00:38:02: Jetzt kommen die Welt und wirkt auf uns ein.

00:38:05: jetzt kommen Rhythmien von außen.

00:38:07: Jetzt kann man wunderschön, es sind ganz neue Arbeiten jetzt, die gerade in Kanada publiziert wurden.

00:38:13: Wir sehen, dass dieser Grundrhythmus, den wir haben sich so aufbaut ist jetzt die Reize der Welt auf unser Gehirn stoßen und treffen.

00:38:22: Und die Anteil des Gehirns, diese Reize als erste Aufnehmen, die greifen... Die haben selbst eine Grundmelodie?

00:38:31: Ist mal ganz wichtig!

00:38:32: Also das Gehirnen ruht ja nicht.

00:38:34: Es ist nicht ein Objekt, das neutral die Reizung aufnimmt es hat eine eigene Grundmelodie schon im Ruhemodus.

00:38:42: Jetzt kommen die Reize von der Außenwelt und da kann man wunderschön sehen in diesen Primärfeldern, so nennt man diese Eingangsforten fangen sich die Nervenzellen an mit den Reizen der Welt zu synchronisieren Und diese wird dann aufgegriffen und dann mit dem eigenen Grundrhythmen vermischt und ineinander verschachtelt.

00:39:03: Also wirklich Insonanz im wahrsten Sinne des Wortes.

00:39:07: also wir sind nicht neutrale Objekte die einfach sagen, hier stehe ich und reize der Welt bitte kommt mir entgegen.

00:39:16: Sondern wir sind schon mit einer Grundmelodie in der Welt und die Felder, die wir haben, haben diese Melodie.

00:39:23: jetzt kommt die Melodie von außen und das Gehirn synchronisiert sich damit Und dann wird es quasi aufgenommen integriert.

00:39:30: Jetzt kann man sehr schön zeigen wenn ich so etwas habe wie ein Selbsterleben.

00:39:35: Ich spüre mich jetzt selbst.

00:39:36: Dann kann man sehen, wie diese Muster sich ineinander verschachteln und je mehr, je stärker sie verschachtelt werden.

00:39:43: Je stärker man sagt integriert werden, desto stärker mein Erleben.

00:39:49: Man kann sehen, dass die Melodien dann auch das Erleben eins zu eins abbilden.

00:39:56: Also das heißt, wir sind tatsächlich im wahrsten des Wortes Resonanzwesen.

00:40:01: Und das gilt dann aber auch nicht nur für die Außenwelt.

00:40:03: was also eine KI noch nicht zumindest kann.

00:40:06: Eine KI tut der Welt nicht entgegen mit einer eigenen Grundmelodie und das Nächste ist dass bei uns geschieht dann auch die Herzgrund Mittelwerte nimmt, wie es quasi rhythmisch feuert.

00:40:23: Nimmt dann die Atemfrequenz und die Herzfrequenzen.

00:40:26: Da kann man die Mathematische ein bisschen abwandeln sehen dass sie zwar in verschiedenen Frequenzten feuern aber doch mit einer Art die gleiche Melodie spielt.

00:40:34: also auch die gehen in Disonanz miteinander.

00:40:37: So jetzt kommt das letzte.

00:40:39: Wir beide kommunizieren miteinander eine wunderschöne Princeton Studie Und wir würden jetzt beide im Scanner liegen.

00:40:46: unsere Hirne werden jetzt quasi abgebildet Und jetzt erzählst du mir aus deinem Job eine Begebenheit, aber nur in Form von Fakten.

00:40:58: Ja

00:40:59: und dann kann man sehen wie du eben natürlich aktiv bist auf hier ein Ebene und ich ebenso höre mir das an und verarbeite das wunderbar!

00:41:09: Dann machst du aber einen Switch und auf einmal beginnst du nicht in Fakte zu sprechen sondern in emotional getönten Geschichten Und in dem Moment, wo das geschieht, synchronisieren sich unsere beiden Hirne komplett.

00:41:26: In dem Moment wo eine Person der anderen eine emotional getragene, emotional nachvollziehbare Geschichte erzählt fangen sich die Hirne an, komplett in der Frequenz zu synchronisierend.

00:41:42: Das kann KI

00:41:45: nicht?

00:41:45: Noch nicht!

00:41:46: Wir warten

00:41:46: ab... Aber sie kann so tun, als könnte sie es.

00:41:55: Das darf man nicht unterschätzen!

00:42:22: könne fühlen und dich empfinden.

00:42:26: Und empathisch mitgehen, also wir Menschen sind sehr verführbar in der Ebene.

00:42:32: Also es gibt nicht wenige Menschen die heute schon glauben dass ihr ihre KI sehr gefühlt voll mit ihnen im Austausch steht.

00:42:41: Das stimmt das ist richtig.

00:42:43: du hast ein wirklich gutes Beispiel im Buch.

00:42:46: da geht's um Was habe ich nur nicht wieder als Wort ausgekramen um eine Badeanstalt?

00:42:56: Wo sehr schön deutlich wird, was eigentlich den Menschen einzigartig macht.

00:43:00: Magst du dazu noch etwas sagen?

00:43:01: Ja genau das ist einmal die...was Informationsmenge betrifft sind ist die KI uns aber Haus hoch überlegen und so war es durch die KI.

00:43:11: Sie weiß natürlich beim Swimming Pool bei der und der Größe und deren der Wassermenge muss die und die Chlor-Menge zum Beispiel eingeführt werden.

00:43:18: Das ist für die KI locker.

00:43:20: und aber was die KI eben nicht in dieser Form empfinden kann ist, was es für den Menschen bedeutet am Beckenrand zu sitzen an einem schönen Sommertag mit nassem Haar- und Pommes in der Hand.

00:43:33: Wie sich das anfühlt – das kann sie noch nicht nachvollziehen!

00:43:38: Das ist eine andere Dimension weil jetzt kommt unser emotionales Erleben.

00:43:45: wenn wir erleben... Es ist ja sehr häufig meist sogar emotional mitgetragen.

00:43:52: Und dieses ist ein gesamtorganistischer Zustand, also das heißt... Es gibt in meinem Gehirn Zentren, die eine Bewertung abgeben.

00:44:01: Also die Dinge eine Bedeutung geben, eine Relevanz, auch eine Prioritätensetzung vornehmen und diese Bewertungen wird immer sofort über bestimmte Zentren im Hirnstamm in den Körper übersetzt.

00:44:15: Und diese körperlichen Verschiebungen werden sofort rückgemeldet Grundlage, um daraus dann oben ein Gefühlserleben aufzubauen.

00:44:25: Also der ganze Körper schwingt dann eben mit in diesen Moment wo ich ein emotionales erleben habe.

00:44:33: also unsere Emotionen sind gesamtorganistische Zustände und das ist etwas was natürlich so einfach noch nicht zu imitieren ist.

00:44:43: alles was sich sage gilt für jetzt kann sich ändern aber im moment ist auch diese Qualität des Empfindens einzigartig, zumal was uns auch noch mal als Mensch natürlich sehr ausmacht.

00:44:58: Diese Bewertungsprozesse können natürlich auch unbewusst erfolgen.

00:45:02: Diese unbewusste Bewertung geht in den Körper kommt zurück und wir haben oben so etwas wie eine Art minimale Spürhilfe, sodass wir vielleicht ein Unbehagen oder vielleicht ein Wohlgefühl Aber noch keine Worte dafür.

00:45:19: D.h.,

00:45:20: da können Bewertungen ablaufen, die sich schon körperlich mit übersetzen lassen aber dir einen Raum eröffnen der noch keine worte hat.

00:45:29: jemand kommt in diesen Betritt diesen Raum schaut einmal in die Menge hinein und sagt oh ich habe auch ein Unbehagen hier.

00:45:37: weshalb?

00:45:38: das könnte ich gar nicht sagen.

00:45:40: es wäre genau so eine Schleife.

00:45:42: also ist ein unbehagen schon da seine Bewertung schon dar.

00:45:47: Die Karpabotschaft kommt in einem Gehirnteil an, der den schönen Namen Insula trägt und dort wird dann das materielle Selbsterleben komponiert.

00:45:57: Dann spüre ich es aber ich weiß nicht weshalb weil die Worte noch gar nicht da sind.

00:46:02: dafür also uns helfen Emotionen auch Räume zu eröffnen die noch keine Worte in sich tragen die dann aber eben wenn man mutig ist können wir nach dem natürlich Ausschau halten.

00:46:15: Was macht mir das Unbehagen in diesem Raum, dass wir die nächste Frage ran?

00:46:22: So.

00:46:23: Wir haben sehr viel gelernt über unser Gehirn.

00:46:26: Ich würde jetzt gerne noch einmal kurz aufmachen auch für Fragen.

00:46:29: also wenn es Fragen aus dem Publikum gibt wäre jetzt die richtige Zeit dafür.

00:46:37: Fine, würdest du einmal in der Mitte starten?

00:46:41: mal da genau.

00:46:42: wir starten einmal da.

00:46:48: Ja ganz lieben Dank für all die Infos.

00:46:51: Ich habe mich gefragt, ein bisschen in Anlehnung auch an den Titel.

00:46:54: Wie sieht denn ein lehrreiches Date mit meinem Gehirn aus?

00:46:58: Weil jetzt auch nach dem Vortrag dachte ich so, sollte ich also ganz neugierig raus in die Welt gehen und ganz viele Eindrücke haben, ganz viele Vorhersagefehler machen oder lieber schlafen oder wie sieht es mit Achtsamkeitsübungen aus?

00:47:13: Also ich finde alle drei Punkte sehr schön und sehr wichtig.

00:47:18: Wie ist das Ranking?

00:47:20: Die Vorhersagefehler kommen von selbst, man muss nur darauf achten.

00:47:27: Das heißt die kommen automatisch, es lässt sich gar nicht vermeiden.

00:47:30: Die Frage ist wie gehe ich damit um?

00:47:33: Bügel ich sie einfach weg oder sage ich wow da erfahre ich jetzt etwas was mir unbehagen macht versuche ich es wegzuselektieren zum Rauschen zu erklären oder stelle ich mich dem und sage langsam, wieso macht mir das gerade unbehagen?

00:47:51: Was in mir wird gerade davon unangenehm berührt.

00:47:54: Also diese Dinge kommen.

00:47:56: die Frage ist wie gehen wir mit ihnen um?

00:47:59: also wie achtsam gehen wir Mit den Bewertungen und aber auch mit denen sagen wir mal kleinen Unsicherheiten die ihn uns aufscheinen?

00:48:08: Wie gehen wir damit?

00:48:10: darum geht es?

00:48:12: In die Welt zu gehen ist wichtig und hier würde ich sehr wohl bei aller Liebe zur KI und allen tollen Sachen, die wir mit ihr machen können und sollen auch trotzdem darauf verweisen dass wir auch trotzdem ja Wesen sind.

00:48:28: Die im biologischen ruhen.

00:48:30: also das heißt Wir sehen sozusagen gebaut dafür die welt zu ertasten der tast sind.

00:48:36: zum beispiel ist der erste der sich beim embryo entwickelt.

00:48:40: ab der sechsten schwangerschaftswoche Ab der vierzehnten Woche ist das der Fetus komplett schon reizbar.

00:48:49: Das heißt, wenn wir in die Welt hineingeworfen werden, spüren wir uns und wir wollen die Welt wirklich ertasten, ergründen, erspüren.

00:48:58: Also das heißt analogisch ist zunächst einmal unsere Natur was nicht heisst es wenig auch auf der kognitiven Ebene extrem viel lernen könnten.

00:49:08: Es sollten mir sogar Aber wir sollten alles mitnehmen, gar bei Kindern.

00:49:12: Sensor-Motorik wird sehr unterschätzt in der Entwicklung.

00:49:15: Bewegung, DreiD, Tageslicht – der Augapfel wächst nur mit Tageslicht!

00:49:21: In Südkorea haben momentan achtzig Prozent der Erstklästler schon eine Brille.

00:49:26: Das heißt also hier sind ganz viele Dinge die laufen unphysiologisch ab.

00:49:30: Wir entwickeln uns und verändern uns.

00:49:32: Jede Generation verändert sich zur letzten.

00:49:37: Wertschätzen, was wir als Repertoire physiologischerweise mitbringen.

00:49:41: So die Welt ergründen, erschmecken, ertasten, erleben.

00:49:46: und digitale Kommunikation so hilfreich sie oft ist.

00:49:50: Sie hat verschiedene Aspekte, die sie eben nicht uns geben kann.

00:49:56: Erstens – sie isst entkörperlich!

00:50:01: Wenn ich Zoom-Konferenzen habe, hab' ich keinen Körper, mit dem ich in Resonanz gehen kann.

00:50:09: Wenn wir zusammenkommen analog, wir synchronisieren uns.

00:50:12: Auch das klappt nicht so gut per Zoom!

00:50:15: Wir sind verkörperte Wesen und die auch eigentliches Lieben.

00:50:23: wenn sie in der Kommunikation einen intimen Raum haben also wenn ich mich mitteile an einem Freund einer Freundin dann zu wissen hier ist ein geschützter Rahmen.

00:50:35: Wir haben digitale Kommunikation häufig das Problem hat, dass sie sehr offen ist und damit auch immer so die Gefahr in sich birgt.

00:50:42: Dass mein gesprochener Satz jetzt morgen publik wird der ganzen Welt.

00:50:48: also was heißt?

00:50:48: diese Aspekte sollten wir wertschätzen?

00:50:51: Und es geht nicht darum, dass wir KI oder digitale Welt und die Analoge gegangen da ausspielen.

00:50:58: Es gilt nur, dass mir das was uns ausmacht trotzdem auch Leben genießen und alle Facetten entfalten, die wir in uns tragen.

00:51:07: Und durch die vielen Vorhersagefeder, die man bewusster wahrnimmt, flexibel mit der Welt und den Modellen umgehen, Modelle erweitern, mich immer wieder hinterfragen!

00:51:17: Die Welt hinterfragt das was wir als Selbstverständlichkeit um uns herum haben.

00:51:23: Hinterfragen?

00:51:25: Was ist Normalität?

00:51:27: Normalität ist normalerweise das, was Denkträgheit macht.

00:51:30: Weil es als gegebenen hingenommen wird und diese Neugier in uns zu behalten, zu sagen, weshalb ist das gut?

00:51:36: Wer sagt das?

00:51:38: Ja also Bildung wäre für mich ein etwas, was vor allem Kinder-und Jugendliche befähigen sollte genau somit Welt umzugehen.

00:51:48: Ein Stück spielerisch Modelle Zu Handhaben, Modelle weiterzuentwickeln.

00:51:53: Auch Abstand zu sich selbst nehmen zu können.

00:51:56: Sehr wohl zu dem eigenen zu stehen aber nicht im Sinne einer dogmatischen Verfestigung sondern der Offenheit der Welt gegenüber.

00:52:05: Also das heißt wir gehen neugierig in die Welt Wir schlafen zwischendrin.

00:52:08: auch mal Schlafen

00:52:09: ist sehr wichtig

00:52:11: also würde ich es denken und wir sind achtsam

00:52:15: Ja

00:52:16: Und neugiere ich auf das neue

00:52:18: Auf jeden Fall.

00:52:19: Wir haben noch eine Frage mit ein bisschen Blick auf die Uhr.

00:52:34: Predictive Model sozusagen, Vorhersagemodell.

00:52:36: Andererseits die Information oder Reize nennen Sie das?

00:52:38: Jetzt fahre ich mich was, was meint sie mit Reizen?

00:52:40: also als wir ein Steinzeitjäger noch aus Jäger und Sammler gelieht haben ist es relativ einfach.

00:52:43: da waren sich unmittelbaren Sinnesreize Ist klar.

00:52:46: wenn ich auf einer Heiser Erdplatte habe Schmerz dann werde Ich mir das merken.

00:52:49: Das Problem dass ich sehe ist dass Wir heutzutage unser Wissen unserer Weltmodelle basieren Auf das was wir gelesen Haben internet gesehen haben was uns jemand erzählt hat sehr abstrakte Informationen, auch widersprüchliche Informationen.

00:53:01: Da haben wir sozusagen diese direkte Anrichtung und da sehe ich das

00:53:03: Hauptproblem.".

00:53:05: Also wenn Sie mir ganz kurz erlauben ein Schritt zurückzugehen dann müssen wir uns noch einmal einer Tatsache wirklich bewusst sein nämlich dass das Gehirn zu den Reizen, dem Primärreizen egal wie sie sich darstellen überhaupt keinen direkten Zugang hat.

00:53:27: Das wird oft auch unterschätzt.

00:53:29: Also das heißt, die elektromagnetischen Wellen, die jetzt auf mich treffen, noch mal ein Netzhaut treffen.

00:53:34: von der Netzhau gehen einfach nur impulse also elektrische Impulse zum Gehirn.

00:53:40: Die Schallwellen die man Innenohr erreichen vom Innenohrer geht was zum Geirren?

00:53:44: Einfach nur elektrischer Impulse.

00:53:46: Das heißt dass Gehirnselbst hat in Wahrheit zu dieser externen Welt, zu dem Primär reizen, überhaupt keinen direkten Kontakt.

00:53:55: Es ist immer schon eine Übersetzung durch die Sinnesysteme und das Gehirn erreicht nur einen Impuls aus verschiedenen Organbereichen.

00:54:05: Also es gibt jetzt etwas... Ganz modern, die Markov-Decke.

00:54:11: Das heißt das Gehirn ist gleichsam wie ein Stück isoliert und bekommt nur über sensorische Bahnen und motorische Aktivität nur einen indirekten Kontakt zur Welt um muss berechnen was da draußen wahrscheinlich vorgeht.

00:54:27: Und das ist etwas dass natürlich noch wenn die Informationen sehr abstrakt werden sehr vielleicht vielschichtig werden, vielleicht doch widersprüchlich macht das Ganze noch schwieriger.

00:54:39: natürlich keine Frage.

00:54:40: Aber schwierig war es schon immer!

00:54:42: Es war auch beim Neanderthaler schwierig weil auch den jeder Reize von außen kam musste übersetzt werden und das Gehen ist eine Interferenzmaschine.

00:54:54: Das heißt sie muss schauen welcher Reiz wird wahrscheinlich wovon ausgelöst?

00:54:58: Und dann werden Wahrscheinlichkeiten berechnet.

00:55:00: hier sind wir schon ein Stück weit auch an der rechten Maschine Und deswegen ist es heute nur noch anspruchsvoller geworden.

00:55:07: Das da gebe ich Ihnen völlig recht, ja aber anspruchsvoll war's per se eigentlich schon immer.

00:55:16: Okay haben wir noch Zeit für eine Frage?

00:55:20: Okay dann noch eine letzte Frage.

00:55:21: findet dahinten Dankeschön.

00:55:26: Eine kurze letzte Frage.

00:55:28: Ja eine kurze Frage.

00:55:30: Ich glaube den großen Kampf gegen uns selbst Ideal und Wirklichkeit Wunsch und Wirklichkeit.

00:55:38: Die Frage ist, wie man den Angstnarrativen, die wir uns heute versuchen zu überfluten am besten kompensiert.

00:55:47: und es kann nicht nur die Hoffnung sein.

00:55:49: In der Regeltechnik habe ich immer ein Dämpfungsglied integral differenzial oder linegal.

00:55:54: Wie ist das mit der Angst?

00:55:58: Und es kann nicht nur Hoffnung sein, aber dieses Thema an sich.

00:56:01: Es gibt auch instabile Systeme.

00:56:03: Kennen Sie E-Glieder mit einer gleichen Zeitkonstante?

00:56:06: Kann ich nicht mehr kompensieren?

00:56:08: diese Fallenden zusammen und gehen auseinander?

00:56:10: Ja also wir sprachen ja kurz über die Narrative.

00:56:15: Der Mensch ist ein narratives Wesen.

00:56:17: Das heißt Wir sind geprägt von Geschichten Mit denen wir unser Innenleben und auch die Außenwelt sortieren und ordnen.

00:56:26: in der Lage sein, Narrative zu hinterfragen die uns durchtränken.

00:56:32: Die uns umgeben wie ein Wasser das den Fisch umgibt.

00:56:37: Ein Fisch hat für das Wasser kein Gewahrsein und so dürfen wir nicht umgehen mit der Welt.

00:56:42: Wir müssen einen Gewahrsein haben in dem wir schwimmen.

00:56:47: Das heißt also narrative hinterfragen, wenn ein Narrativ gerade sehr vorherrschend ist was zum Beispiel Angst sehr stark triggert oder Zukunftsängste sehr stark belebt dann heißt das für uns wir dürfen das nicht als Normalität annehmen sondern müssen narrative hinter fragen und der kreis schließt sich mit meinen eigenen modellen flexibel umgehen, auch ihm gegenüber kritisch sein.

00:57:14: Wir sind viel stärker geprägt von dem Wasser in dem wir schwimmen als es uns lieb ist.

00:57:21: vielleicht und das gilt es zu hinterfragen.

00:57:24: und wenn man beim Schreiben des Buches habe ich Über zwei Jahre mich noch mal sehr stark mit den sechstenhalb Millionen Jahren beschäftigt.

00:57:33: Und obwohl ich Systemtheoretiker bin als Hirnforscher und Instabilität, Phasenübergänge für mich Normalität sind wurde mir aber hier nochmal bewusst dass wir sechsteinhalb Millionen Jahre über dreihundert Tausend Generationen Entwicklung hinter uns haben.

00:57:51: und ungefährlich war es nie mal zu keiner Sekunde in diesen sechsten halben Millionen Jahren.

00:57:58: Und tatsächlich würde ich wirklich sagen, auch wenn es ein bisschen naiv klingen mag vielleicht das Gehirn ist von seiner Grundausstattung schon ein Stück auf Hoffnung hin gebaut und das sollten wir uns vor niemandem schlechtreden lassen bei all ohne dabei die Gefahren zu negieren.

00:58:14: Das meine ich jetzt damit nicht.

00:58:16: Ich meine nur sie so realistisch einzuordnen dass wir Sie sagen Hoffnung nicht, dann sage ich nämlich ein anderes Wort.

00:58:25: Dass wir uns niemals die Zuversicht nehmen lassen!

00:58:29: Denn Zuversich ist quasi eine reflektierte Hoffnung.

00:58:35: Ich finde das ist ein sehr schöner Abschlusssatz weil wenn wir noch Hoffnungen und Zuversichten haben

00:58:39: dürfen Danke

00:58:46: schön Vielen Dank Ja, vielen Dank lieber Daniel, dass du bei uns warst.

00:58:54: Dass du dieses Buch geschrieben hast ich habe es gelesen.

00:58:56: Ich kann's wirklich empfehlen.

00:58:58: Es macht sehr viel Freude ist zu lesen.

00:58:59: man lernt sehr viel auch über sich selber Auch mit einem persönlichen Kompass und so weiter und sofort.

00:59:03: deswegen Vielen dank, dass Du hier warst.

00:59:06: ich glaube das noch mal ein Applaus wert.

00:59:17: Wir hier bei uns im Basecamp gehen jetzt in eine kleine Sommerpause, das heißt wir machen weiter am siebenundzwanzigsten achten und zwar geht es dann mit den Spitzenkandidaten zur Berlin-Wahl weiter.

00:59:28: Und wir werden darüber sprechen oder vielleicht auch streiten mit den Spitzenkandidaten.

00:59:33: wer rettet Berlin?

00:59:35: Also seien Sie dabei!

00:59:36: Siebenund zwanzigste Achter.

00:59:47: Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt Basecamp auf die Ohren, Digitales und Politik.

00:59:55: Bis dahin alles Gute und bleiben Sie mit uns verbunden!

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